15.05.–20.06.2020 OPEN (CLOSED) 27/4

Eric Beier, Robert Czolkoß, Sol Namgung

Die Ausstellung OPEN (CLOSED) 24/7 verweist bereits durch ihren Titel auf die aktuelle Situation der Ausgangssperre und ihrer Lockerungen in Zeiten von
Covid 19.
The show must go on! – Auch in der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz. Jedoch dürfen die Rezipient*innen die Ausstellungsräume nicht betreten.
Dadurch entsteht für das Konzipieren der drei Positionen eine besondere Situation. Die großen Tore der Galerie, bleiben Tag und Nacht während der Laufzeit der Ausstellung geöffnet. Die Glasfronten werden zur Spielfläche in denen die Kunstwerke agieren. Da es sich bei den ausgewählten Positionen um Studierende der HfbK Dresden handelt, mag es umso reizvoller sein, sich in diesen Zeiten des Social Distancing aufeinander zu beziehen. 

In einer Nacht- und Nebelaktion öffnen sich die Tore – im kleinen Kreis, mit Abstand zum Gegenstand. Eine offizielle Eröffnung darf es nicht geben.

Kuration U. Susanne Buchart

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09.04.–09.05.2020 PATTERNS OF WORK // Internationales Posterprojekt

PATTERNS OF WORK

Arbeit gehört zum Alltag im globalen Selbstverständnis. Was aber, wenn sich ein künstlerischer Blick auf der Suche nach einzelnen Mustern dieser Thematik mit Sinn für Ironie, Inspiration oder Philosophie widmet? Das Ergebnis zeigt die aktuelle (virtuelle) Ausstellung in der Alten Feuerwache. PATTERNS OF WORK knüpft dabei an das letzte erfolgreiche internationale Poster-Projekt EXERCISES WITH STONES (2018) mit neun Ausstellungen in vier Ländern und 57 Künstlern aus 17 Ländern an. Das nun schon dritte internationale Poster-Projekt der Galerie Alte Feuerwache Loschwitz Dresden, kuratiert von Holger Wendland, startet am 9. April 2020 mit Arbeiten von 50 Künstlern aus 22 Ländern und wird wiederum in einem zweijährigen Turnus durch verschiedene Galerien weltweit reisen. Unsere Partner aus Japan “Local Ship” in Kyoto haben die Teilnahme wieder zugesagt. Galerien und Kunsträume wie die Alte Bäckerei in Großhennersdorf, die ART FACTORY FLOX in Kirschau sowie Locations in Weißwasser haben Interesse an einer Ausstellung angemeldet. Weitere Ausstellungsräume sind im Visier der Organisation.

Begleitet wird das Projekt PATTERNS OF WORK von den Klängen der Komposition AGGRETnEUROPE – WoldWideWorknoise von Robert Zeißig, die gemeinsam mit Eric Heyde technisch umgesetzt wurde: Leise Naturaufnahmen, das Rauschen eines Computerarbeitsplatzes, die Geschäftigkeit eines Beratungszentrums, das Lärmen einer Schleifmaschine –  über 30 Tonaufnahmen von Arbeit aus aller Welt sind Grundlage dieser Komposition. Inspiriert durch das Werk des sowjetischen Filmemachers und Fieldrecording-Pioniers Dziga Vertov begleiten diese Klänge die virtuellen Besucher nun in die unterschiedlichsten Arbeitswelten.

Andreas Kittelmann, Patterns Of Work, Digitaldruck, 40 x 60,9 cm
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16.03.–02.04.2020 DRESDEN RESIDENTS 2020 #1

Eröffnung: 16.03.2020 / 20:00 Uhr entfällt
Es spricht: Dr. David Klein, Leiter Amt für Kultur und Denkmalschutz, Landeshauptstadt Dresden & Detlef Schweiger mit der Einführung ins grafische Werk

Cornel Entfellner, Frieder Falk und Beata Filipowicz

Im diesem März zeigt die Alte Feuerwache Loschwitz im Rahmen des Austauschprogramms „Dresden Residents“ Positionen von Cornel Entfellner, Frieder Falk und Beata Filipowicz. Organisiert in Zusammenarbeit mit der Grafikwerkstatt Dresden und gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz präsentiert die Galerie Werke der vier Künstler*innen aus Salzburg, Hamburg und Breslau parallel zu ihrem Arbeitsaufenthalt in der Grafikwerkstatt.

Cornel Entfellner, aus der Serie Erinnerungen und Rückstände, Lithographie & Linolschnitt, ca. 44 x 50 cm, IV/VII

Der Salzburger Künstler Cornel Entfellner hinterfragt in seiner Kunst die Gültigkeit von Wahrnehmungsmustern, von Gesetzmäßigkeiten und eingelernten Blickwinkeln. Er verschiebt Narrative und erweitert soziale Strukturen. Die Sprache der Kunst provoziert für ihn verschiedene Blickwinkel und zeigt eine neue Möglichkeit der Betrachtung der Welt. Eine soziale Begegnung zwischen Reden und Zuhören. – Jeder Moment enthält Erzählungen.

Frieder Falk, Ein Riss geht durch die Mitte, Pigmentfineliner 0.05, 65 x 50 cm

Es ist bei Frieder Falk vor allem die Zeichnung, in der er den Raum abtastet. Linie neben Linie neben Linie neben Linie neben Linie… Ob in der Freihandzeichnung oder mithilfe von Lineal und Zirkel, jede Linie ist eine Abfolge der Vorherigen, aus der einen ergeben sich Konsequenzen für die nächste. Der Künstler strebt nach Nähe – mal unregelmäßig und mal monoton und meditativ. Er provoziert optische Effekte, eine Fläche wirkt räumlich, topographisch oder folgt einer konzeptionellen Strenge, wird zur Serie.

Beata Filipowicz, Street II, Ätzradierung und Chine-Collé, 35 x 68 cm

Beata Filipowicz lebt und arbeitet in Breslau. Ihre Werke sind eine Synthese aus Malerei und Druckgrafik in Kombination mit einem experimentellen, objekthaften Umgang mit Papier. Geleitet wird der künstlerische Prozess von Intuition, Vorstellung und Zufall. Das finale druckgraphische Werk zeigt Bewunderung für Strukturen, erkundet Phänomene des Lebens aus universeller und persönlicher Perspektive und wird so zur poetischen Metapher einer philosophischen Idee der konstanten Veränderung.

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03.10.2018 PARKOUR DER GEGENWART

Kunstrundgang mit Interventionen und Performances im öffentlichen Raum Loschwitz / 15:00 – 18:00 Uhr

Parkour der Gegenwart präsentiert künstlerische Arbeiten aus den Bereichen, Skulptur und Objekt, Performance, Musik, Installation und Lyrik, im Rahmen von Ortsspezifischen Interventionen. Genießen Sie einen unkonventionellen und situationistisch konzipierten Kunstgenuss bei einem programmatischen Rundgang mit Livemusik und Performances, entlang des Elberadweges und auf der Elbe, beim Loschwitzer Bootshafen, der Mole und dem Pferdehof am Körnerweg. Das detaillierte Programm und eine Karte mit allen Standorten wird zeitnah hier mit abgebildet.

Freuen sich auf Arbeiten von: Enrico Sutter, Caroline Beach, Jenny Hoffmann, Anne Schäfer, Johannes Makolies, Roswitha Maul, Schlafzimmer Sandrock, Tashi und Buster mit Steffi Dorschner, Andrea Tscharnke, Grit Aulitzky, Detlef Schweiger, Hartmut Dorschner, Nora Herrmann, Kerstin Franke Gneuß, Peter Lott, Moritz Liebig, Lars Frohberg, Minimalartgallery mit Suntje Sagerer, Lucie Freynhagen, Tobias Köbsch, Thomas Judisch, Herr Lehmann, Karin Dorschner, Frank Siegert und Annie Griffin Pegram.

Abb: ENRICO-SUTTER-kleiner-Lorenzstein-ACTING-MATERIAL-2018

Ein Tag der Einheit im ganz eigenen Sinne. Das Simulative im Realen, Kunst und Alltag im sich gegenseitig bereichernden Wechselspiel. Eine außergewöhnliche kuratorische Möglichkeit und natürlich auch Herausforderung. Denn selbst wenn der Parkour der Gegenwart am 3.10.2018 den wohl denkbar schönsten Ausstellungsraum bespielen wird, ein hyperrealistisches 3D Gemälde mit Elbhang Ambiente, so müssen sich die insgesamt 25 performativen, installativen und musikalischen Beiträge, durch Irritation oder im Einklang mit der Umgebung, erst einmal behaupten, inmitten purer Romantik und zauberhafter Wildnis. Die Kunstwerke im öffentlichen Raum zu platzieren birgt aber nicht nur Schwierigkeiten. Sie kann, vielleicht auch durch so manche Verwunderung, ganz ungeahnte Qualitäten in ästhetischer wie inhaltlicher Sicht befördern.

Eine Arie gesungen auf der Elbe, ein historisches Windmühlen Gehäuse mit Rotorblättern einer modernen Elektro Windkraftanlage, ein performativer  Vortrag der den einzigartigen Prozess zur Überwindung der Grenzen zwischen Mensch und Tier, Fahrer und Fahrzeug, Stiefeln und Hufen vorstellt, Hunde die auf Ponys reiten, ein Klavierspieler umringt von Obstbäumen, eine Galeristin samt Galerie und Ausstellung auf 50 x 50 cm, Schlaglöcher die zu ästhetischen Kunstharz Objekten werden und Pferdeäpfel aus Bronze, viele der künstlerischen Werke und kuratorischen Eingriffe entlang des Elberadwegs, lassen ganz eigene Situationenen entstehen und rütteln an unseren Denk und Blick Gewohnheiten. Lassen Manches sichtbar werden, oder ganz in neuem Licht erscheinen. Oben und Unten, Hinten und Vorn, ein Rechts und Links, das wörtlich auseinander genommen wird, eine Performance die die grundsätzliche Unterscheidung von Raumkunst und Zeitkunst als längst veraltet erscheinen lässt und damit die Polarität von darstellender und nicht darstellender, gegenständlicher und nicht gegenständlicher Kunst obsolet macht, auf der Suche nach neuen, hybriden Formen des Ausdrucks, wie auch in Bezug auf Formen des aktiven Erlebens und Zeigens von Kunst.

Hier sind nur einige teilnehmende Arbeiten angemerkt, die beim Parkour der Gegenwart am 3.10. von 15 – 18 Uhr beginnend am Fahrradweg unter dem Blauen Wunder, entlang zum Pferdehof mit Koppel und den Körnerweg entlang, bis zum Loschwitzer Bootshafen, der Mole und dem davon unweit entfernten Elbstrand, zu erleben sein werden. Konzipiert als Ortsspezifische Situationen, freuen sich die Projekt Initiatorinnen, Karin Dorschner (*1943) und Lucie Freynhagen (*1983), außerordentlich über die Mithilfe einer Vielzahl von Elbhang Bewohnern und Vereinen, die ihre grandiosen Orte für die Präsentation der künstlerischen Arbeiten zur Verfügung stellen. Ohne diese liebenswerten Kooperationen wäre ein solcher Kunstrundgang, der durch den e. Kunst und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz veranstaltet wird, schier undenkbar. Wie auch ohne die Unterstützung durch die Stiftung Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz, welche das Projekt finanziell unterstützen und all die wunderbaren KünstlerInnen, die ihre Werke im Rahmen des Kunstparcours präsentieren und damit Loschwitz einmal mehr ganz zauberhaft erscheinen lassen.

(Text: Lucie Freynhagen)

Abb: Nora Herrmann und Jenny Hoffmann / Installationsansicht Kabinett – Zentralwerk Dresden

Vielen Dank an: PFERDEHOF KÖRNERWEG – Reitverein für Integratives und Behindertengerechtes Reiten e.V. / Bootshafen Loschwitz / Wassersportverein “Am Blauen Wunder” e.V. / Familie Peter Eisermann / MC “Elbe” e.V. und alle teilnehmenden KünstlerInnen

PARKOUR DER GEGENWART wird gefördert durch: Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz

03.10.2018 PARKOUR DER GEGENWART – Karte/MAP

Parkour der Gegenwart – Kunstrundgang mit Interventionen und Performances im öffentlichen Raum Loschwitz / 15:00 – 18:00 Uhr

Parkour der Gegenwart präsentiert künstlerische Arbeiten aus den Bereichen, Skulptur und Objekt, Performance, Musik, Installation und Lyrik, im Rahmen von Ortsspezifischen Interventionen. Genießen Sie ab 15 Uhr, beginnend unter dem Blauen Wunder, einen unkonventionellen und situationistisch konzipierten Kunstgenuss bei einem programmatischen Rundgang mit Livemusik und Performances, entlang des Elberadweges und  dem Pferdehof am Körnerweg bis zum Loschwitzer Bootshafen und der Mole. Der programmatische Rundgang endet gegen 18 Uhr am Elbstrand, unweit des Bootshafen Loschwitz. 

PROGRAMMHEFT