DRESDEN RESIDENTS #2

27.09.–15.10.2021
Vinicius Libardoni (Breslau), Francis Ramel (Straßburg)
Eröffnung: Mo 27.09.2021, 20 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Grafikwerkstatt Dresden und gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz präsentiert die Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz Werke der zwei Künstler aus Breslau und Straßburg parallel zu ihrem Arbeitsaufenthalt in der Grafikwerkstatt in den Technischen Sammlungen.

Vinicius Libardoni, The End of the Line, Radierung und Aquatinta, 70 x 100 cm, 2019

 

Vinicius Libardoni ist ein brasilianisch-italienischer Architekt und Grafiker. Seinen Bachelorabschluss in Architektur machte er 2012 mit Auszeichnung an der Universidade Federal de Santa Catarina (UFSC) in Brasilien, den Master of Fine Arts 2019 an der Akademia Sztuk Pięknych im. Eugeniusza Gepperta in Breslau, wo er aktuell auch promoviert.

Mit dem Blick des Architekten nähert sich Vinicius Libardoni baulichen Konstruktionen auf künstlerische Weise. Seine Werke zeigen Strukturen, die vergessen, verlassen oder vernachlässigt scheinen und sich zwischen alter Glorie und ungewisser Zukunft verorten. Die Architektur wird zum Werkzeug. In der Dekonstruktion der realen Welt schafft Libardoni eine eigene Architektur aus Papier und Tinte, die nicht nur zur Auseinandersetzung mit dem Gesehenen einlädt, sondern gleichzeitig soziale, kulturelle und historische Phänomene hinterfragt.

Francis Ramel, A visualisation of the « g », Typeface

Francis Ramel ist Grafikdesigner mit Spezialisierung für Typographie. Sein Werk zeichnet sich durch besondere Aufmerksamkeit für die behandelten Inhalte, eine Sensibilität für die Formen des Alphabets sowie zeitgenössische Kunst und Literatur aus. Geboren 1988, machte er seinen Masterabschluss in Visueller Kommunikation 2012 an der L’École supérieure d’art de Lorraine – Metz. Anschließend übernahm er beim Verlag Maison Moderne in Luxembourg die künstlerische Leitung und Produktion verschiedener Magazine und Publikationen. 2014 trat er dem l’Atelier National de Recherche Typographique (ANRT) —Nancy bei, wo er die Schrift Carolinéale entwarf und zu den ersten musikalischen Notationssystemen forschte. Für dieses Projekt erhielt 2017 eine Förderung des Centre national des arts plastiques.

Zusammen mit Julie Luzoir realisiert Francis Ramel unter dem Label ramel • luzoir seit 2020 grafische Projekte für die Privatwirtschaft, Vereine sowie öffentliche und kulturelle Einrichtungen. Im selben Jahr begann er Grafikdesign am L’Institut Supérieur des Arts Appliqués in Sraßburg zu unterrichten.

Ingolf Keller – Unendlichkeit in Holz und Bild

Künstlerische Positionen aus dem Neuen Kunstverein Regensburg e.V.

Ausstellung: 02.07.–31.07.2021
Eröffnung: 02. Juli 2021 um 20 Uhr

Ingolf Keller, Unterwelt 1, Druck auf Hahnemühle Papier, Holzrahmen, Passepartout
120 x 60 cm (Außenmaß: 129,4 x 69,4 cm), Auflage 5 Stück

Geboren 1970 in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) und nach Stationen in Jena und München lebt und arbeitet Ingolf Keller als freischaffender Holzbildhauer und Fotograf seit 2018 auf einem Bauernhof in Kehlheim.

In seinen Werken erforscht Ingolf Keller das Geheimnis der Unendlichkeit – plastisch, bildlich und haptisch: „Im Zentrum der Exponate steht der Möbiusring, den ich vom eigentlichen Möbiusband abgeleitet habe. Er symbolisiert für mich, besser als alles andere, Unendlichkeit. Er zeigt uns aber auch, dass die Grundlage von Unendlichkeit auch eine ständige Wiederholung sein kann. Fährt man am Möbiusband entlang, gelangt man immer wieder an den eigentlichen Ausgangspunkt, dem Beginn. Aus Ende wird Beginn und aus Beginn wird Ende. Wo ein Ende ist, muss also auch etwas Neues entstehen, im Leben genauso wie im Universum. Wenn wir das Ende erreicht haben, kommt etwas Neues. Was es ist, wissen wir nicht aber es kann vielleicht eine Widergeburt als Mensch oder Tier sein, oder auch als Pflanze, Erde oder Stein. Sicher ist nur, dass aus unseren Atomen früher oder später etwas Neues entsteht. Und nicht nur das Leben kennt Ende und Anfang, auch unsere Gesellschaft. So hat mich der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zur ‚Zerreißprobe‘ inspiriert. Die Europäische Union, als scheinbar ewige Gemeinschaft geplant, ohne Austrittsszenarien, droht zu zerbrechen und wieder beschreibt das scheinbare Ende einen Neuanfang, für die Europäische Union und Großbritannien. So schließt sich der Kreis oder besser das Band.

Aber auch meine Fotografien befassen sich mit dem Thema. Im Zentrum stehen oft einzelne Bäume oder Wälder von deren Lebensweg eine Momentaufnahme entstand, die den Werdegang der Unendlichkeit scheinbar zum Stillstand bringt.“

–Ingolf Keller

In Kooperation mit dem Neuen Kunstverein Regensburg e.V. präsentiert die Alte Feuerwache Loschwitz alle drei Jahre eine künstlerische Position des Partnervereins.

Öffnungszeiten: Mo–Do 10–15 Uhr | Sa nach Vereinbarung unter mail@feuerwache-loschwitz.de

 

PAPERWORKS – Matthias Lehmann

Eröffnung: FR 09.04.2021 um 20 Uhr

Kuratorische Begleitung: Dr. Carolin Quermann, Kustodin Städtische Galerie Dresden

Katalog zur Ausstellung:
PAPERWORKS
Matthias Lehmann
9. April bis 8. Mai 2021
Hrsg.: Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz
Autor*innen: Dr. Carolin Quermann, Kustodin Städtische Galerie Dresden
ca. 40 Seiten, 17 x 24 cm Softcover, Klebebindung

Galerieraum sucht Beschäftigung 28.01.–28.02.2021

Foto: Arend Zwicker (Ausstellungsansicht “Vier Gebilde” 2019)
Da wir aktuell keine Ausstellungen durchführen können, haben wir uns dazu entschieden, unsere Galerie anderweitig zu nutzen/Euch zur Verfügung zu stellen: Ob tage-/wochenweise als Fotolocation fürs nächste Portfolio oder als Experimentalraum für Performance und Tanz mit Liveübertragung – uns haben viele Ideen erreicht und nun wollen wir den Raum freigeben. Schreibt uns eine Mail an maren.marzilger@feuerwache-loschwitz.de mit Eurem Nutzungswunsch und dem gewünschten Zeitraum (28.01.–28.02.2021) und wir tackten Euch ein.

Nutzungshinweis: Die Galerie wird so übergeben wie übernommen. Da wir alle gerade mehr und weniger kämpfen, wird es keine feste Miete geben. Der Verein freut sich im Gegenzug aber über eine Spende, im Rahmen Eurer Möglichkeiten, natürlich gegen eine Spendenquittung.

12./13. September 2020 – 1. Dresdner Kleinformatbörse

Zum ersten Mal findet am 12. und 13. September 2020 die Kleinformatbörse in der Alten Feuerwache Loschwitz statt. An diesen Tagen verwandelt sich die historische Feuerwache auf drei Etagen in einen Kunstmarkt mit 30 ausstellenden Künstler*innen. Besucher und Kunstinsteressierte erwartet ein vielfältiges Treiben mit vor allem kleinen Formaten aus Druckgrafik, Malerei, Collage und Kunsthandwerk, die zum Kauf angeboten werden. Der Eintritt ist frei, bitte tragen Sie im Haus Ihre Mund-Nasen-Bedeckung.

Kunst: Alessandra Donnarumma, Anita Rempe, Anke Kiermeier, Anna Käse, Frank Voigt, Hanif Lehmann, Irene Wieland, Jürgen Höritzsch, Katja Lang, Kerstin Krieg, Lita Poliakova, Manja Barthel, Mirjam Moritz, Oskar Staudinger, Pedro, Petra Lorenz, Renate Winkler, Rita Geißler, Thorsten Gebbert, Udo Haufe, Ursula Strozynski, Verena Kremer, Volker Lenkeit

Kunsthandwerk: Buchbinderei Ludwig Nowak, Filzblüte Evelyn Schulze, Holzwerkstatt Robby Winkler, Keramik Jana Heistermann, Keramik Konstanze Kollar, maaRon Ledertaschen Mandy Kaiser, Txiki Emailleschmuck Babette Slezak & Ralph Martin

Für das leibliche Wohl sorgen Hefeklöße & CafeBar Stefan Nitzsche und die Rosterei Eventcatering.

Samstag Livemusik 19–21 Uhr mit dem Trio O.M.A.