Ingolf Keller – Unendlichkeit in Holz und Bild

Künstlerische Positionen aus dem Neuen Kunstverein Regensburg e.V.

Ausstellung: 02.07.–31.07.2021
Eröffnung: 02. Juli 2021 um 20 Uhr

Ingolf Keller, Unterwelt 1, Druck auf Hahnemühle Papier, Holzrahmen, Passepartout
120 x 60 cm (Außenmaß: 129,4 x 69,4 cm), Auflage 5 Stück

Geboren 1970 in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) und nach Stationen in Jena und München lebt und arbeitet Ingolf Keller als freischaffender Holzbildhauer und Fotograf seit 2018 auf einem Bauernhof in Kehlheim.

In seinen Werken erforscht Ingolf Keller das Geheimnis der Unendlichkeit – plastisch, bildlich und haptisch: „Im Zentrum der Exponate steht der Möbiusring, den ich vom eigentlichen Möbiusband abgeleitet habe. Er symbolisiert für mich, besser als alles andere, Unendlichkeit. Er zeigt uns aber auch, dass die Grundlage von Unendlichkeit auch eine ständige Wiederholung sein kann. Fährt man am Möbiusband entlang, gelangt man immer wieder an den eigentlichen Ausgangspunkt, dem Beginn. Aus Ende wird Beginn und aus Beginn wird Ende. Wo ein Ende ist, muss also auch etwas Neues entstehen, im Leben genauso wie im Universum. Wenn wir das Ende erreicht haben, kommt etwas Neues. Was es ist, wissen wir nicht aber es kann vielleicht eine Widergeburt als Mensch oder Tier sein, oder auch als Pflanze, Erde oder Stein. Sicher ist nur, dass aus unseren Atomen früher oder später etwas Neues entsteht. Und nicht nur das Leben kennt Ende und Anfang, auch unsere Gesellschaft. So hat mich der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zur ‚Zerreißprobe‘ inspiriert. Die Europäische Union, als scheinbar ewige Gemeinschaft geplant, ohne Austrittsszenarien, droht zu zerbrechen und wieder beschreibt das scheinbare Ende einen Neuanfang, für die Europäische Union und Großbritannien. So schließt sich der Kreis oder besser das Band.

Aber auch meine Fotografien befassen sich mit dem Thema. Im Zentrum stehen oft einzelne Bäume oder Wälder von deren Lebensweg eine Momentaufnahme entstand, die den Werdegang der Unendlichkeit scheinbar zum Stillstand bringt.“

–Ingolf Keller

In Kooperation mit dem Neuen Kunstverein Regensburg e.V. präsentiert die Alte Feuerwache Loschwitz alle drei Jahre eine künstlerische Position des Partnervereins.

Öffnungszeiten: Mo–Do 10–15 Uhr | Sa nach Vereinbarung unter mail@feuerwache-loschwitz.de

 

verorten – besetzen – einnehmen // 25.–27. Juni 2021

Mona Sophia Freudenreich – Künstlergruppe Hrrrrrrr – Josef Panda

Fr 17–21 Uhr | Sa 14–19 Uhr | So 14–19 Uhr

Die Alte Feuerwache Loschwitz gibt das Haus temporär für Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden frei. Dafür wurden Student*innen aufgefordert, sich einzeln, in Gruppen oder als Klassenverband mit ihrem Konzept für einen oder mehrere Räume zu bewerben. Bespielt werden temporär vom 25.–27. Juni 2021 der Dachsaal, die Galerie, die Trille und der Garten.

Mona Sophia Freudenreich (Dachsaal)

Während ich schlafe, bin ich wach.
Im Dunkel der Schatten zeichnen sich Gestalten ab.
Sie sind mir vertraut, aber ich habe ihre Namen vergessen.
Im Traum begleiten sie mich.
Ich trage sie in den Tag, um ihr Geheimnis zu kennen.
Immer ein wenig weiter, bis sie in mir ihr Zuhause finden.

In einer Zwischenwelt verortet, zeichnen sich im Dachgestühl der Alten Feuerwache traumartige Gestalten im Dunkel ab. Assoziative Sequenzen gewähren Einblicke in Schatten-Räume, deren Bewohner zu geheimnisvollen Begleitern werden.

Josef Panda (Trille)

Anstammung – Eine Stammtischbesetzung in 5 Akten // FR 19 Uhr und SO 17 Uhr

Josef Panda, Anstammung – Eine Stammtischbesetzung in 5 Akten

 

Die Performance im Barraum “Trille” beschäftigt sich mit dem Mikrokosmos Stammtisch.
Stammtische sind Orte der Zugehörigkeit. Stammtische sind besetzte Orte in Bars, Kneipen, Gartenlokalen oder Biergärten. Dieses soziale Phänomen lässt sich geballt auch am nahegelegenen Körnerplatz beobachten und Josef Panda nimmt diese als Ausgangspunkt für Assoziationen, Recherchen und Gespräche welche zu Bausteinen für diese Stammtischbesetzung werden. Prost!

 

Kollektiv hrrrrrr

Das Kollektiv hrrrrrr erarbeitet in einem gemeinsamen Prozess Methoden zu Fragestellungen, die sich durch die kollektive künstlerische Auseinandersetzung mit alltäglichen und gesellschaftlichen Normen ergeben.
Zu dem Titel HOW TO DO STH. entwickelte Videoarbeiten werden in einer räumlichen Installation gezeigt.

FLECHTWERK – Angela Hampel und Udo Haufe

Ausstellung: 21.05.–19.06.2021

Angela Hampel & Udo Haufe, Verstrickung, Mischtechnik

Finissage: Samstag, 19. Juni um 17 Uhr
Lesung: Carla Schwiegk & Maritza Studart

Zur Finissage der Ausstellung FLECHTWERK von Angela Hampel & Udo Haufe lesen die beiden Autorinnen Carla Schwiegk und Maritza Studart am Samstag, den 19. Juni ab 17 Uhr im Garten der Alten Feuerwache Loschwitz.

Mit einem Motiv auf 16 Blättern hat es begonnen – Udo Haufe gab den Anstoß zu einem künstlerisch spielerischen Austausch mit Angela Hampel.

Da begaben sich Zwei auf eine Reise, in einen Buchstabenwald, zwischen hohe Wellen und trugen verwegen Früchte in die Welt.
Ein geheimnisvolles Spiel des sich Aufeinandereinlassens, neugierig und leicht, ein schönes und aufregendes Erlebnis!

Am Ende stehen 16 Unikate mit ganz eigenem Charakter.

Der Besuch der Galerie ist wieder möglich. Mit tagesaktuellem Schnelltest (Mo, Mi und Sa auch vor Ort durchführbar), Terminbuchung und Verfolgung der Kontaktdaten können Sie sich die Ausstellung Flechtwerk mit den Werken von Angela Hampel und Udo Haufe anschauen. Terminvereinbarung unter: mail@feuerwache-loschwitz.de.

PAPERWORKS – Matthias Lehmann

Eröffnung: FR 09.04.2021 um 20 Uhr

Kuratorische Begleitung: Dr. Carolin Quermann, Kustodin Städtische Galerie Dresden

Katalog zur Ausstellung:
PAPERWORKS
Matthias Lehmann
9. April bis 8. Mai 2021
Hrsg.: Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz
Autor*innen: Dr. Carolin Quermann, Kustodin Städtische Galerie Dresden
ca. 40 Seiten, 17 x 24 cm Softcover, Klebebindung