DO. 05.05.2022 – 19:30 Uhr – Chansonabend mit Boegershausen und Bewerich

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Der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe METRUM in der Alten Feuerwache Loschwitz:

Boegershausen und Bewerich

„Die Tränen von gestern Abend“
Chansonabend über Liebe und Rohheit auf dem Ozean der Zeit

Musik ist wohl die einzige Sprache, die nicht lügen kann. Sie schreit, sie lacht, sie flüstert, sie liebt und weint, in feiner Melancholie oder herzerfrischender Komik, in zärtlicher Angst oder überblühender Liebe. Ihre Tränen mit und ohne Freude, mit und ohne Trauer sind echt und warm und lassen sich nicht verbergen. Weder Vorgestern noch Heute oder Übermorgen. Apropos Heute. Eine Weltgemeinschaft in feuerbrandrasanter Pandemie, Einsame in unglücklichster Verlorenheit, Zerstörung statt Verbindung, Krieg statt Frieden: es scheint, die Liebe konkurriert mit der Rohheit um einen harten Preis. Und doch wird sie es sein, die „siegt“.

Zu einem Abend mit Chansons von Kurt Weill, Kurt Tucholsky, Curt Bry, Samuel Smulewitz, Shmerge Kaczerginsky oder Erich Kästner, ganz im Sinne der ehrlichen „ernsten Unterhaltung“, laden Sie die Chansonette Julia Boegershausen und der Pianist Björn Bewerich herzlich ein.

Die Musik spricht uns in Herz und Kopf und ihre Ehrlichkeit erwischt uns kalt und warm. …in einer Welt, deren Poesiealbum doch noch so viele freie Seiten hat.

Gesang: Julia Boegerhausen
Piano: Björn Bewerich

DO. 12.05.2022 – 19:30 Uhr – Musikalische Lesung – Gerhard Richter liest aus „Windungen“ – Saxophon: Oliver Clauß

Autorenlesung mit Saxophonbegleitung
Gerhard Richter liest „Lender Sparks“ aus seinem Erzählband „Windungen“
Saxophon: Oliver Clauß1959 brodelt die Jazz-Szene der USA. Während die Musiker an revolutionären Alben basteln, sagt der Saxofon-Virtuose Lender Sparks alle Konzerte ab. Sein New Yorker Promoter versucht Lender umzustimmen. Lender steckt in einer Sinnkrise. Er vermisst seine verschwundene Frau und scheut gleichzeitig den Moment einer Begegnung. Dann verschwindet auch noch Lenders pubertierende Tochter. Die einzige Spur ist ein gigantischer Schleimpilz…

Die sechs Erzählungen von Gerhard Richter kribbeln hinter der Stirn. Leicht zu lesender Tiefgang. Heitere Traumatherapie. Gänsehaut für die Seele.

Über den Autor:
Gerhard Richter (*1964 in Illertissen/Bayern) ist Musiker, Matrose und Solateur. Als renommierter Hörfunkjournalist hat er über hundert Reportagen und Features für Deutschlandfunk Kultur und andere Sender produziert. Die Erfahrungen seiner Reportage-Reisen auf mehreren Kontinenten verwebt er mit den Blüten seiner Fantasie zu dichten Erzählungen – jede anders in Form und Ton. Gerhard Richter lebt mit seiner Frau und seinen Kindern ganz unauffällig und ausschließlich in einer brandenburgischen Kleinstadt und schreibt an seinen beiden ersten Romanen. Als „field-writer“ setzt er sich außerdem auf Mülldeponien, Verkehrsinseln und Truppenübungsplätze und tippt Feldreporte über sein Verhältnis zur Natur in seine Hermes Baby Reiseschreibmaschine.

DO. 02.06.2022 – 19:30 Uhr – Bügge singt Diestelmann

Bügge singt Diestelmann: Ein Stefan Diestelmann-Abend mit Jens „Bügge“ Bürger, Tom Götze und Christian Stolz.

Als 2007 die ostdeutsche Folk-Blueslegende Stefan Diestelmann unbeachtet von der Öffentlichkeit starb, sollte es noch einige Jahre dauern, bis dieses Geschehen im Osten Deutschlands publik wurde. Als Autodidakt hatte sich Diestelmann das Gitarre – und Mundharmonikaspiel selbst beigebracht, beeinflusst von amerikanischen Bluesgrößen wie Memphis Slim und Louisiana Red.

Wann immer sich die Möglichkeit ergab, besuchte Jens „Bügge“ Bürger die Konzerte seines Idols, sei es um Texte mitzuschreiben oder Gitarrengriffe zu erlernen. Viele Jahre später erklingt bei dem heutigen Folk Blues Abend, an dem die Erinnerung an die Musik Stefan Diestelmanns, dem Blueskönig der DDR, im Vordergrund steht, eine Auswahl seiner in der DDR komponierten Songs, wie: Der Alte und die Kneipe, Der Hof vom Prenzlauer Berg, Bluesgeschichte, Blues vom Blauen Club u.v.a.Jens „Bügge“ Bürger wird dabei von seinen Weggefährten Tom Götze (Manfred Krug Band, Günther Fischer Band) am Fenderbass und Christian Stolz an der Lead Gitarre begleitet.

FR. 10. 06. 2022 – 19:30 Uhr – Musikalische Lesung: Julia Gilfert liest aus „Himmel voller Schweigen“

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„Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich klingelte und er würde aufmachen. Mein eigener Großvater würde aufmachen, mitten in Berlin, 75 Jahre bevor ich hier stehe und klingle. Ich stelle mir vor, ich könnte ihm erzählen, was passieren wird. Und ihn dann davor bewahren.“

Deutschland 1933. Der junge Dirigent Walter hat in Rostock gerade sein erstes Engagement bekommen. Seine große Liebe, die Sopranistin Luise, will er so bald es geht zu sich holen. Hedwig, Walters Schwester, arbeitet unterdessen als Lehrerin in der Pfalz und denkt gar nicht daran, sich ernsthaft zu binden. Stattdessen pflegt sie die unterschiedlichsten Freundschaften – so auch zu dem Soldaten Armin, der ihrer Familie bald ein Dorn im Auge ist. Vier Leben, die sich kreuzen – und die sich auf folgenschwere Weise ineinander verflechten.

Etwa achtzig Jahre später beginnt eine junge Frau plötzlich, von ihrem Großvater zu träumen – einem Mann, den sie nie kennengelernt hat und der in den Erzählungen ihrer Familie nicht vorkommt. Sie beginnt, Fragen zu stellen. Wie konnte ein Mensch derart sorgfältig aus dem Familiengedächtnis getilgt werden? Und vor allem: Warum? Von einer immer stärker werdenden inneren Verbundenheit zu ihrem Großvater geleitet, begibt sie sich auf Spurensuche.

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Lights in Pluto

Sonntag, 20. Juni um 16, 17 und 18 Uhr
Eintritt frei, Spende willkommen, begrenzte Plätze!
Oblivion Guest (UK) und Una Shamaa präsentieren ein kurzes Stück, in dem Bass Loops und Tanz Form verleihen zur pulsierenden und doch subtilen Dynamik von Zerstörung und Schöpfung.
Als Teil des Projektes „Doomed to Digital? Darstellende Kunst in Zeiten von Social Distancing“ findet die Aufführung innerhalb eines Zeltes mit Fenster für die Zuschauer*innen statt, sodass der Abstand gewährleistet ist. Das erlaubt die Aufführung selbst bei höherer Inzidenz.
Anmeldungen bitte unter mail@feuerwache-loschwitz.de
Diese Aufführungen werden ermöglicht durch Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden.