23.5.-27.5.2018 Wer die Heimat liebt – Lisa Maria Baier und Karlotta van Cladrow

Eröffnung: Mittwoch 23.05.2018 / 19:00 Uhr

“Wir erschaffen die Kulisse einer heimatlichen Welt – provokativ unernst. Mit diversen Medien entführen wir in eine „allzu schlichte Heimat-Klischee Handlung”. Als Natur- und Tierschutz Film, aus Sorge vor gedankenloser Zerstörung von Flora und Fauna gedacht und mit ausgezeichneten Jahreszeiten Aufnahmen aus dem Reiting Gebiet, nördlich Leoben und vom Neusiedlersee, ausgestattet.”

gesonderte Öffnungszeiten: Sa. 26.05. + So. 27.05. 11:00 – 18:00 Uhr (die Künstlerinnen sind anwesend)

04.06.2018 – 24.06.2018 ALRUN reloaded

Eröffnung: Montag 04.06.2018 / 20:00 Uhr  Performance: Alrun Krauß und Hartmut Dorschner Rahmenprogramm: 09.06.2018 um 20 Uhr MATKA / container minds

Alrun Krauß, Tobias Köbsch, Kristof Grunert, Hartmut Dorschner, Constanze Deutsch, Philipp Gloger, Henriette Grahnert, Stefanie Busch, Franziska und Sophia Hoffmann, Anne Pöhlmann, Tim Kellner, Luc Saalfeld, Martin Kleinmichel, Martin Puppe

Die Ausstellung „ALRUN reloaded“ vereint 15 ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrerin der Kreuzschule Dresden ab 1990 und setzt ihre künstlerischen Beiträge erstmals zueinander in Beziehung. Die 90er waren die Jahre unserer gymnasialen Oberstufe und – für einige – des Zivildienstes oder eines sozialen Jahres. Die meisten begannen in dieser Zeit eine Lehre oder fingen an zu studieren. Wie im Roman „89/90“ von Peter Richter beschrieben, war das Vakuum, dass dem Zusammenbruch der DDR folgte, der Pausenhof und Sportplatz unseres Alltags. Man ahnte oder wusste von den Unsicherheiten mit denen sich die eigenen Eltern und Lehrer konfrontiert sahen und verfolgte aufmerksam die politischen Kontroversen, die gesellschafts- übergreifend mit teils harten Bandagen geführt wurden. Wir mischten mit, engagierten uns in kirchlichen Gruppen oder der Antifa, spielten in Bands oder gründeten Ateliergemeinschaften. Es war eine Zeit, die geprägt war von gesellschaftlichem Umbruch, Aufbruch, Anomie sowie lebensweltlichen und kreativen Freiräumen. Die Künstlerin Alrun Krauß war in der Zeit Kunstlehrerin an der Kreuzschule Dresden und ist die personelle wie inhaltliche Klammer der Ausstellung „ALRUN reloaded“. Sie unterrichtete von 1986 bis 2004 an der Schule und ist untrennbar mit dieser Zeit und den einzelnen Biografien der beteiligten Künstlerinnen und Künstler verbunden. Sie war der Punkt im Koordinatensystem, den alle von uns früher oder später passierten.

Die Ausstellungsreihe „ALRUN“ wurde zuerst außerhalb Dresdens, in München vom 12.-18. Dezember 2017 gezeigt. Wir sind überzeugt, dass unsere Herkunft nur der kleinste gemeinsame Nenner unserer Persönlichkeiten und künstlerischen Haltungen sein kann. Es werden nicht einzeln ausgewählte künstlerische Beiträge verschiedener Künstler zu einem übergeordneten Thema zusammenführt, sondern Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung zusammengebracht, die in einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort ihre künstlerische Laufbahn begannen. Die Auswahl der gezeigten Arbeiten bestimmen die 15 beteiligten Künstlerinnen und Künstler selbst. Gezeigt werden Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Druckgrafik, Skulptur und Installation. Das Ausstellungsprojekt versteht sich als Feldversuch mit offenem Ausgang. Gibt es ein verbindendes Moment in der künstlerischen Herangehensweise und Sprache der einzelnen Künstlerinnen und Künstler und ihrer Werke? Waren und sind gemeinsame Erfahrungen und gemeinsame kulturelle Prägungen – unabhängig von den anschließenden Ausbildungen – in der jeweiligen künstlerischen Arbeit erkennbar und erfahrbar? Waren die 1990iger Jahre in ihrer unbestrittenen Singularität womöglich nachhaltig prägend? Sind gemeinsame Erfahrungen und kulturelle Prägungen – unabhängig von den anschließenden Ausbildungen – in der jeweiligen künstlerischen Arbeit erkennbar und erfahrbar? Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

07.05.-20.05.2018 AIRPORT/Terminal – Inger Lise Rasmussen (DNK) / Installation, Fotogravuren

Eröffnung: Montag 07.05.2018 / 20:00 Uhr + Artisttalk: Mittwoch 09.05.2018 / 19:00 Uhr Grafikwerkstatt Dresden

Im Rahmen der Ausstellung AIRPORT/Terminal präsentiert die dänische Künstlerin Inger Lise Rasmussen ihre gleichnamige Fotogravur Serie, welche Abbildungen des alten, verlassenen internationalen Flughafen Elliniko in Athen zeigt. Die Serie konzentriert sich besonders auf Reflexionen, die zum Teil die leeren Flughafenhallen zeigen und Landschaften wilder Natur widerspiegeln. In Kombination mit der charakteristischen Architektur des East Terminals, den rustikalen Schildern, welche Reisende in der Gegend herum führen sollen, erscheint das Szenario heute, wie ein Memento Mori der Zivilisation. Die sichtbaren Zeichen des Verfalls lassen sich auch an den vom Flughafen benachbarten Sportanlagen der Olympischen Spiele Athens 2004 wieder finden. Der Eindruck entsteht das die kollektive Vergessenheit die Aufmerksamkeit der Massenmedien ersetzt zu haben scheint. Fotografisch entstand die Serie durch die Künstlerin während zweier Studienbesuche im Dänischen Institut in Athen 2015 und 2017 und wurde durch die Hoejbjerg Foto Grafiske Vaerksted als Photogravuren analog umgesetzt.

Die Einzelausstellung der dänischen Künstlerin Inger Lise Rasmussen vom 7.-20. Mai 2018 präsentiert die gleichnamige Serie AIRPORT/Terminal in der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz in Form einer Raumgreifenden Installation, welche die gedruckten Photogravuren auf langen Bahnen aus chinesischem Wenzhou-Papier zeigt.

Die Fotogravur Technik ist eine alte Form der „Nicht-Silber-Fotografie“, mit der es möglich ist, ein Foto als Original Tiefdruck (Tiefdruck) zu drucken. Sie wurde von Fox Talbot erfunden und erhielt ein Revival, als der dänische Künstler und Fotograf Eli Ponsaing entdeckte, dass die Photopolymerplatten, die in der Druckindustrie verwendet werden, in der Fotogravur sehr gute Ergebnisse erzielten. Heute wird diese Technik weltweit praktiziert und in verschiedenen Kunsthochschulen gelehrt.