05.02.2018 – 25.02.2018 IRR. RATIONAL. – Steffen Otto

Eröffnung: 05.02.2018 / 20:00 Uhr
Am 08., 11. und 15. 02. ist der Künstler anwesend.

Vor 2500 Jahren war alles noch in Ordnung. Pythagoras konnte die Welt und was sie im Inneren zusammenhält mit den Zahlen 1 bis 10 erklären. Dann stellte jemand die garstige Frage: „Wie lang ist die Diagonale in einem Quadrat mit der Kantenlänge 1?“ So betrat Wurzel 2 die Bühne der Mathematik und mit ihr Irrationalität, Unordnung und Chaos. Doch der Schein trügt. Auch was liederlich erscheint, birgt Struktur. Diese aufzuspüren, widmet sich der Geometer Steffen Otto in seiner Arbeit. Ein Teil der Ausstellung, die am 5. Februar, 20 Uhr in der Alten Feuerwache Loschwitz eröffnet wird, versucht, geometrische Harmonien aufzuzeigen, die der Kreiszahl Pi, der Schwester von Wurzel 2, innewohnen. Auf anderen Bildern gilt es, zwischen Sein und Schein zu unterscheiden. In Zeiten, in denen Ismen als Wahrheit verkauft werden, macht der Künstler mittels abstrakter Vereinfachungen darauf aufmerksam, daß die Dinge selbst und wie sie wahrgenommen werden, nicht immer in Deckung zu bringen sind.

02.04.2018 – 22.04.2018 mitgebrachte AUGENBLICKE einer WIRKLICHKEIT

Johannes Praus / Photographien

Eröffnung & Buchpräsentation: Montag 02.04.2018 / 20:00 Uhr

Eröffnungsrede: Detlef Schweiger

Eine Tabakfabrikchefin mit Huhn, ein Eis-essender Schornsteinfeger, Kinder mit selbstgebauten Skateboards ein schüchtern blickender Soldat, eine Umarmung, die so vertraut wie fremd zugleich scheint. In seinen analogen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt uns der Photograph Johannes Praus Momente aus dem Leben von Menschen, die es in unserer heutigen Welt nicht mehr zu geben scheint. Oder haben wir sie nur nicht wahrgenommen, nicht richtig hingeschaut? Wir begegnen diesen Menschen und ihren Geschichten durch die Augen des Photographen, wir sehen Individuen und denken über ihr soziales Umfeld nach. Die Sammlung „mitgebrachte AUGENBLICKE einer WIRKLICHKEIT“ bündelt zehn Jahre von Praus‘ photographischer Arbeit. Praus steht mit seinen Bildern in der Tradition der sozialdokumentarischen Photographie, ist dabei aber weder anklagend noch stellt er Situationen einfach nüchtern dar. Seine Bilder sind geprägt von seiner subjektiven Wahrnehmung der Welt – gesellschaftspolitische Themen sind darin immanent, drängen sich aber nicht auf. Der Blick des Photographen richtet sich dabei immer respektvoll, ja liebevoll, auf die Menschen, die er porträtiert. Ihre teilweise direkt in die Kamera gerichteten Blicke fordern uns Betrachtende und lassen uns nicht los. Es sind Bilder, die sich einem flüchtigen ersten Blick entziehen. Sie fordern unsere Auseinandersetzung mit ihnen und sind doch so bescheiden und leicht wie ein vorüberziehender Augenblick.

Johannes Praus: „In unserer heutigen Welt, in der es allen um sich selbst geht, in der das individuelle Vorankommen vor dem gesellschaftlichen Zusammenhalt steht, möchte ich die Blumen der Stadt zum Blühen bringen – die Menschen. Es ist mir unbegreiflich, worum es im menschlichen Dasein gehen kann, wenn nicht um Zwischenmenschliches.

FR. 24.11. – 20:00 Uhr Rapide Augenbewegungen – der geheime Filmclub

… andersartig, bizarr, surrealistisch, skandalträchtig, avantgardistisch, experimentell, künstlerisch …

Für ein Publikum, das der ewigen Konventionen müde geworden ist, das vielleicht denkt, alles gesehen zu haben. Der Oberfilmrat des geheimen Filmclubs präsentiert mit der monatlichen Reihe Rapide Augenbewegungen jeden letzten Freitag im Monat gemeinfreie Filmkunst, welche lustvoll seltsam und quer zu jeder Verschubladisierung steht.