25.03.–11.04.2019 Dresden Residents #1

Ann-Kristin Källström, Clean I (2017), Photopolymerdruck, 20 x 20 cm

Eröffnung: Montag 25.03.2019 / 20:00 Uhr

Auch in diesem Jahr präsentieren die diesjährigen Frühjahrsresidenten des Künstleraustauschprogrammes Dresden Residents in Zusammenarbeit mit der Grafikwerkstatt Dresden in einer gemeinsamen Ausstellung in der Alten Feuerwache Loschwitz ihre Werke. In diesem ersten Jahresdurchlauf haben wir Residenten aus den Städten Hamburg, Breslau und Salzburg sowie aus Tidaholm dabei.

Maja Dokudowicz studierte Kulturwissenschaften an der Adam Mickiewicz University in Posnań und Druckgrafik an der Academy of Fine Arts in Wrocław. Sie experimentiert mit Hoch- und Tiefdrucktechniken, lässt ungewöhnliche Materialien, Fotografie und Buchbindekunst einfließen. Im Fokus steht der bewusste künstlerische Umgang mit Fragmenten – deren Bedeutung und Möglichkeiten im kreativen Kontext ebenso wie in der Beziehung zum Ganzen.

Ann-Kristin Källström arbeitet seit mehr als 20 Jahren sowohl klassisch als auch experimentell in verschiedenen Drucktechniken. Die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen werden ins Verhältnis zu städtischen Strukturen und Systemen gesetzt. Die digitale Fotografie dient dabei als Basis für die Suche nach menschlichen Spuren, Gespräche offenbaren Geschichten, die in den Druck überführt werden. Farbig gedachten Werken genügt das satte Schwarz.

Brigitte Kovacs studierte Bildende Kunst am Royal College of Art in Stockholm und Fotografie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie bedient sich verschiedener künstlerischer Verfahren und Medien wie Fotografie, Performance, Installation und Sprache. Mit ihren zumeist orts- und situationsspezifischen, konzeptuellen Arbeiten greift sie in gesellschaftliche Normen ein und stellt diese aktiv zur Diskussion.

2017 beendete Astrid Ehlers ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg mit dem Master of Fine Arts. Ihre Zeichnungen, Kaltnadelradierungen und Installationen erzählen von wissenschaftlich-philosophischen Zusammenhängen, die scheinbar profanen Gegenständen anhaften – sie blickt hinter die Oberfläche der Dinge. Der manuelle Akt, das physische Durchdringen der Oberfläche mit der Nadel und das konzeptuelle Durchdringen eines Gegenstandes werden vor allem in den Radierungen zu Synonymen.

22.04.–12.05.2019 Thomas Kellner: genius loci – Zwei Siegener im Zarenland

Thomas Kellner, 82#21 Pervouralsk New Pipe Plant 2013, C-Print, 91 x 59,5 cm / 36“ x 24“, edition 12+3

Eröffnung: 22.04.2019 / 20 Uhr

Thomas Kellner zeigt in der Ausstellung genius loci – Zwei Siegener im Zarenland Skizzen, Entwürfe und Collagen, die im Zuge seines Projektes zwischen Siegen und Jekaterinburg entstanden sind – zwei wichtige Wirtschaftsräume in Deutschland und Russland mit gemeinsamer Geschichte der Industriekultur.

Von 2012 bis 2014 begab Kellner sich auf die Spuren des gebürtigen Siegeners Georg Wilhelm Henning, klärte historische Begebenheit und setzte sich künstlerisch-fotografisch mit den Gemeinsamkeiten – der Verarbeitung von Stahl und Metall – auseinander. Es entstand eine Serie über die Industriearchitektur im Siegerland und im Ural, die bisher wenig bekannte Verbindungen zeigt und Interessantes über die Herkunft Hennings und die eigene Arbeit als Künstler erzählt.

Thomas Kellner lebt seit 1989 in Siegen, wo er seit 1997 als freischaffender Künstler tätig ist. Er ist bekannt für seine Bilder von scheinbar tanzender Architektur weltweiter Sehenswürdigkeiten, die aufgrund seiner künstlerischen Methode der „Visuellen Analytischen Synthese“ ganz einzigartig sind. Dabei wird nicht nur ein Bild aufgenommen, sondern viele geplante, um sie dann in Form von Kontaktbögen zu einem zusammenzuführen – ein Prozess der Konstruktion, während das fertige Werk eher der Dekonstruktion gleicht.

 

11.02.-10.03.2019 PRE-EDUCATION – Anton Karyuk, Olena Siyatovska (Ukraine)

 

Eröffnung: 11.02.2019 / 20 Uhr

Innerhalb der multimedialen Ausstellung Pre-education konzentrieren sich die beiden ukrainischen Künstler Anton Karyuk und Olena Siyatovska auf die Themen der sozialen Veränderungen und Stereotypisierung durch Bildung. Ihre Raumgreifende Installationen ist dabei inspiriert von der post-sowjetischen non-formalen Bildung und ihrer Ergebnisse. Die künstlerischen Auseinandersetzungen innerhalb der Ausstellung sind verspielt, vielleicht sogar witzig, manchmal provozierend, oder einfach ironisch. Dennoch reflektierten ihre Werke die Probleme, mit denen wir alle als Individuen in dieser Generation und/oder der Gesellschaft insgesamt konfrontiert sind, indem wir Einwanderer sind, nicht heteronormativ, oder mental nicht dorthin gehören, wo andere uns hinbringen. Continue reading

01.12.-17.12.2018 Klischee / CLICHE

Anton Schön, Janina Stach, Tony Franz, Frank Zitzmann, Thomas Judisch, Johannes Makolies, Svenja Wichmann, Lisa Maria Baier, David Scheffler, Grit Aulitzky, Karin Dorschner, Lucie Freynhagen, Karen Kling, Jan Kromke, Axel Gouala, Thilo Droste, Manuel Frolik, Ingo Güttler, Ursula Buchart, Eric Beier, Carolin Weinert, Otto Snoek, Annette Nickel, Vladimír Turner, Heinz Schmöller

Eröffnung: Samstag 1.12.2018 / 20:00 Uhr

Laudatio: Detlef Schweiger

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz freut sich 24 Künstler*Innen zu präsentieren, die das was man gern vermeidet, umschifft und dem man definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig unter die Lupe zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und keiner und nichts wird ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens. Aber weil Ausnahmen gerade die Regel bestätigen, ist an dieser Stelle die zeitgenössische Kunst genau die Richtige und eignet sich hervorragend zur Thesenbildung! Der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und aus unserer Sicht ganz wichtig und wir freuen uns Ihnen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze, die sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen, präsentieren zu dürfen.