14.01.-03.02.2019 REINGERUTSCHT – Ursula Buchart

Nach langer Krankheit wieder auf dem Catwalk (Detail), Acryl auf Leinwand, 80 x 60 cm, 2017

Eröffnung: 14.01.2019 / 20:00 Uhr

Ursula Buchart hat an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studiert. Es ist vor allem die Malerei, in der sie ihren Ausdruck findet. Motive aus Mode oder Comic, Versatzstücke aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen und Genussmitteln lösen sich in abstrakten Farbflächen auf. Auch ihre Fashionporträts können sich dem nicht entziehen. Wo sich eben noch eine klare Kontur, ein zartes Gesicht vom Hintergrund abzeichnete, verschmilzt im nächsten Moment das Haar, der Hals, der Körper völlig mit der dahinterliegenden Farbfläche.

Ganz natürliche Dinge werden künstlich überhöht und nehmen damit ganz bewusst den Status des Objektes ein – so auch ihre Frauenbilder. Sie sind stark stilisiert, teilweise überzeichnet – immer wieder versucht man sich dem Blick, diesem Objekt zu entziehen, man schaut weg und schaut zurück, sucht nach dem Momentum der Faszination und wird ganz unbewusst zum Voyeur.

01.12.-17.12.2018 Klischee / CLICHE

Anton Schön, Janina Stach, Tony Franz, Frank Zitzmann, Thomas Judisch, Johannes Makolies, Svenja Wichmann, Lisa Maria Baier, David Scheffler, Grit Aulitzky, Karin Dorschner, Lucie Freynhagen, Karen Kling, Jan Kromke, Axel Gouala, Thilo Droste, Manuel Frolik, Ingo Güttler, Ursula Buchart, Eric Beier, Carolin Weinert, Otto Snoek, Annette Nickel, Vladimír Turner, Heinz Schmöller

Eröffnung: Samstag 1.12.2018 / 20:00 Uhr

Laudatio: Detlef Schweiger

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz freut sich 24 Künstler*Innen zu präsentieren, die das was man gern vermeidet, umschifft und dem man definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig unter die Lupe zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und keiner und nichts wird ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens. Aber weil Ausnahmen gerade die Regel bestätigen, ist an dieser Stelle die zeitgenössische Kunst genau die Richtige und eignet sich hervorragend zur Thesenbildung! Der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und aus unserer Sicht ganz wichtig und wir freuen uns Ihnen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze, die sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen, präsentieren zu dürfen.

05.11.-25.11.2018 Cleveland I Exchange I Dresden – Thomas Hellinger

Sonderöffnungszeiten: Mittwoch 21.11.2018 / 10:00 – 16:00 Uhr, der Künstler ist anwesend

Eröffnung: Montag 05.11.2018 / 20:00 Uhr

Einführungsrede: Verena Schneider (Kuratorin)

Finissage: 25.11.2018 / 16:00 – 18:00 Uhr (die Ausstellung ist ab 12:00 Uhr geöffnet)

Im Sommer 2017 arbeitete der Künstler Thomas Hellinger (*1956) während eines fünfwöchigen Reisestipendiums in Cleveland Ohio in der Grafikwerkstatt Zygote Press. Unter dem Titel Cleveland Suite ist dort eine Serie von Algrafie-Drucken entstanden. Ausgangspunkt der Drucke waren Fotos gespiegelter Industriearchitektur und vorgefundener Schattenbilder, die Thomas Hellinger verfremdete und neu sichtete. Die Überlagerung mehrerer Motive auf einem Blatt, positiv oder negativ, gespiegelt oder gedreht, geschichtet oder gelöst, deuten die fotografischen Ausgangsbilder um und erzeugen in ihrer Verdichtung zugleich eine Auflösung der Motive. In Folge des USA-Aufenthalts entstanden in Dresden neue, darauf bezogene Arbeiten. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal Drucke und Gemälde gemeinsam und reflektiert in ihrem Dialog die verschiedenen Prozesse der Bildfindung. Die Überlagerung der schemenhaft fragmentierten Motive thematisiert einen flüchtigen Blick und die Wechselwirkung unterschiedlicher visueller Eindrücke. Die Arbeiten veranschaulichen letztlich eine Bildanalogie der persönlichen Erinnerung des Künstlers.