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OSTRALE Biennale O19

03. Juli – 18. August

Kunstvolle Besetzung könnte man das nennen, was im Frühjahr 1991 im Dresdner Ortsteil Loschwitz geschah. Dort fanden sich auf Initiative von Gudrun Oltmanns mehrere KünstlerInnen und AbsolventInnen der Kunsthochschule zusammen, die das Gebäude der ehemaligen Feuerwehr besetzten und das Ziel verfolgten, verschiedene Kunstformen und Kulturprojekte zu verwirklichen. Bis heute hat sich die Alte Feuerwache zu einer beliebten Anlaufstelle für professionelle und Laienkünstler, Kinder und Stadtteilbewohner entwickelt.
Als dezentraler Ausstellungsraum der OSTRALE Biennale O19 sind die gezeigten Arbeiten nicht nur mit der schönen natürlichen Umgebung der Alten Feuerwache verbunden, sondern auch mit ihrer ursprünglichen Funktion als Institution zur Katastrophenverhütung. Sie hinterfragen das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, die Katastrophen, die wir unserer Umwelt und unseren Mitmenschen zufügen können, und unsere Versuche, gegen selbstverschuldete Unglücksfälle vorzugehen

Yuval Avital – Foreign Bodies
Für Dresden hat Yuval Avital in der Region Sachsen mit zwei lokalen Tänzerinnen an sechs verschiedenen Orten einen weiteren Videofilm für seine Installation, die in der Historische Tabakfabrik f6 präsentiert wird, erschaffen. Die während des Drehs entstanden Aufnahmen, Film- und Soundmaterial für die Installation in der Historische Tabakfabrik f6, sowie die hier gezeigten großformatigen Fotografien werden zu einem festen Bestandteil der Arbeit von FOREIGN BODIES, welche in der zukünftigen Präsentation des Projekts weltweit gezeigt wird und Sachsen wie auch die OSTRALE durch diese Werk verbindet.

Nathalie Bertrams – Die Hinterbliebenen
In der Demokratischen Republik Kongo bricht immer öfter das Ebola-Fieber aus. Die Krankheit ist hochansteckend und oft tödlich – mit verheerenden Folgen für ganze Familien. Die Künstlerin zeigt Portraits der Hinterbliebenen der Epidemie.

Achim Riethmann – Neon
Ausnahmesituationen bilden den thematischen Ausgangspunkt dieser Arbeit: das können wissenschaftliche Untersuchungen, Unfälle, Naturkatastrophen, gesellschaftliche Umbrüche aber auch kriegerische Auseinandersetzungen sein. Die verwendeten Fragmente sollen inhaltlich als auch formell ein Spannungsfeld für thematische sowie räumliche Interpretationen schaffen. In den Gemälden sehen wir Masken und Schutzkleidung, die der Mensch zum Schutz seiner selbst entworfen hat. Gleichzeitig löschen sie die Identität des Trägers, geben ihm aber auch eine neue, die der Rolle entspricht, in die ihn die Ausrüstung stellt.

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