14.01.-03.02.2019 Von Scharlach zu Schnee – Suntje Sagerer

Eröffnung: 14.01.2019 / 20:00 Uhr

Seit  2008 entwickelt Suntje Sagerer fortwährend digitale Fotoserien. Die Grundlage der Arbeiten, bilden Fotografien von echten Situationen die die Künstlerin anschließend mit digitaler Bildbearbeitung stark verfremdet. Prozesshaft entwickelt die Künstlerin durch verschiedene gestalterische Anwendungen, mehrere Transformationen des Ausgangsfotos und verändert dabei auch die scheinbare Identität der Person im Bild. Die Frage nach dem Sinn und der Lebensgrundlage der abgebildeten Identitäten bilden einen grundlegenden Aspekt der künstlerischen Auseinandersetzung. Ursprünglicher Ort, Raum und Zeit werden aufgelöst und durch die visuelle Konfrontation im Hier und Jetzt neu verhandelt. Im Rahmen der Soloausstellung „Von Scharlach zu Schnee“ entwickelt die Künstlerin nun erstmalig eine raumgreifende Installation, in der Sie ihre digitalen Fotoarbeiten einbettet.

www.suntjesagerer.com

11.02.-10.03.2019 PRE-EDUCATION – Anton Karyuk, Olena Siyatovska (Ukraine)

Eröffnung: 11.02.2019 / 20 Uhr

Innerhalb der multimedialen Ausstellung Pre-education konzentrieren sich die beiden ukrainischen Künstler Anton Karyuk und Olena Siyatovska auf die Themen der sozialen Veränderungen und Stereotypisierung durch Bildung. Ihre Raumgreifende Installationen ist dabei inspiriert von der post-sowjetischen non-formalen Bildung und ihrer Ergebnisse. Die künstlerischen Auseinandersetzungen innerhalb der Ausstellung sind verspielt, vielleicht sogar witzig, manchmal provozierend, oder einfach ironisch. Dennoch reflektierten ihre Werke die Probleme, mit denen wir alle als Individuen in dieser Generation und/oder der Gesellschaft insgesamt konfrontiert sind, indem wir Einwanderer sind, nicht heteronormativ, oder mental nicht dorthin gehören, wo andere uns hinbringen.

Anton Karyuk

Die Kunst von Anton Karyuk ist bedingt durch sein Interesse an Wahrnehmung, Bewegung, verkörperter Erfahrung und Gefühlen von sich selbst. Karyuk versucht, der Kunst, die für die Gesellschaft als Ganzes relevant ist, Aufmerksamkeit zu schenken. Kunst ist für ihn ein wichtiges Mittel, um das Denken in das Handeln in der Welt zu verwandeln. Die vielfältigen Werke von Karyuk – innerhalb den Medien Malerei, Performance und Installation – wurden bereits in ganz Europa ausgestellt. Seine Praxis beschränkt sich nicht nur auf Arbeiten im Ausstellungsraum, sondern beinhalten auch Interventionen im öffentlichen Raum.

Karyuk wurde 1988 geboren. Er wuchs in der Ukraine auf und studierte Architektur. Er ist Mitglied und Gründer der Künstlergruppe Step‘. Der Titel bezieht sich auf den Geburtsort Dnipro City, der sich in der Steppenklimazone befindet. Seit Mitte 2005 realisiert Karyuk Ausstellungen und Projekte zum Thema soziale Beziehungen in der Welt der modernen Medien und der Selbstidentifikation.

Karyuk lebt und arbeitet in Kiew und Vilnius. antonkaryuk.com

Olena Siyatovska

Olena Siyatovska wurde 1988 in Dnipro (Ukraine) geboren und wohnt in Kiew. Sie arbeitet mit Grafiken, Texten, Installation und Performance. Sie ist Absolventin der National University of Oles Honchar (Ukraine), der Fakultät für Philologie und Kunstgeschichte. Ihr Interesse gilt den Arten von sozialen Beziehungen, Konsumkultur und Prozessen der postsowjetischen Transformation. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied der Künstlergruppe Step.

OPEN CALL / AUSSCHREIBUNG Einsendeschluss 10.11.2018

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache lädt alle Künstler*Innen ein, das was man gern vermeidet, umschifft und definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig in den Fokus zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und ob Schweden, Frauen, Ossis, Polen, Blondinen, Banker, oder Künstler, keiner und nichts wird hier ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens, welche das Unüberschaubare überschaubar macht und die Welt in simple Kategorien unterteilt – in Gut und Böse, schön und hässlich, anziehend und abstoßend. Jedoch: Ausnahmen bestätigen die Regel! Und an dieser Stelle ist die Kunst genau die Richtige und auch die, die gern am weitesten vorn an der Front von Neuinterpretation und Aufklärung kämpft. Doch zeitgenössische Kunst bietet sich hervorragend zur Thesenbildung an! Das abstrakt gemalte Mittelformat, so wahr und doch so ungern. Als Notwehr, greift man zu Kunst unüblichen Materialien und definiert die übermächtige Tradition und Geschichte durch visionäre Theorien neu und der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und außerdem ganz wichtig und soll deswegen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze zusammenführen, welche sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen.

Unter dem Titel Klischee / CLICHE werden in einer Gruppenausstellung vom 01.12.-17.12.2017 die durch die Jury ausgewählten Arbeiten in der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz präsentiert. Medium und Maße sind frei. Eine kurze Erklärung der Auswahl unter Berücksichtigung des Themas ist erwünscht. Bis 16. November 2018 werden wir die Auswahl der teilnehmenden Werke bekannt geben. Wir freuen uns auf ihre Einreichung!

Ihre Bewerbung mit einem Bild und Maßangaben der von Ihnen vorgeschlagenen Arbeit, sowie die kurze Beschreibung können bis 10. November 2018 per E-Mail an lucie.freynhagen@feuerwache-loschwitz.de, oder auf postalischen Weg: Alte Feuerwache Loschwitz, c/o Lucie Freynhagen, Fidelio-F.-Finke Str. 4, 01326 Dresden (Betreff: Bewerbung Jahresendausstellung), eingereicht werden.