09.06.2018, 20 Uhr MATKA / container minds

Im Rahmen der Ausstellung ALRUN realoaded wird am 09.06.2018 um 20 Uhr „MATKA / container minds“ innerhalb der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz ein live Konzert geben.

MATKA / container minds ADSR- Attack, Decay, Sustain und Release beschreiben als Hüllkurve wesentliche Entwicklungsparameter bei synthetisierten Klängen – Vergängnis ist hier (Decay) ein Synonym für das musikalische Ausklingen und integraler Teil der Transformation. Durch das Setzen von Looppunkten wird aus jedem Ende jedoch ein neuer Anfang. Neben diesen grundlegenden Techniken, Synthese und Looping, spürt MATKA den Zeitlinien mit dem ureigensten menschlichen Instrument, der Stimme, nach. In Kollaboration zwischen der schwedischen Sängerin und Künstlerin Ulrika Segerberg und dem Elektrofrickler Martin Kleinmichel gehen Laute, Sprache und Gesang, die im Moment der Performance entstehen, sofort in Transformation auf und verselbstständigen sich zu einem eigenen Instrument mit einer eigenen Geschichte. Das Resultat ist eine intensive Gratwanderung zwischen melancholischen Kopfkino und energetischen Beats.

DO 10.05. – 21 Uhr Konzert – club|debil – Herrentag mit Emerge, SixTurnsNine, Ldx#40

SixTurnsNine:
Fast tanzbare Trip-Hop Beats, düster hypnotisierende Bass Gitarren und pulsierende Electronica tragen die dunkel-bluesige Stimme von Anja Trodler. Das 90iger Jahre-Gewand bedeckt den Sound der Band jedoch nur teilweise: das Soundspektrum ist breit angelegt. Einflüsse aus Breakbeats, atonalem Industrial, New Wave, den klassischen Woodstock-Bands oder Dub sind zu entdecken.

EMERGE:
lehnt sich an die minimalistischen Traditionen des Experimentalismus und der nichtakademischen Geräuschmusik an. Der Fokus liegt auf der Generierung von Klanggebilden, die frei interpretierbare Atmosphären an die Oberfläche holen sollen. Die Auswahl der verwendeten Klangquellen ist meist sehr eingeschränkt und die ursprünglichen Klänge selbst durch diverse Verfremdungen höchstens rudimentär erkennbar. Oft wird auch Basismaterial von diversen Künstlern/Musikern verwendet und recycelt. Der Stil variiert von dark drone zu musique concrète.

LDX#40 – 73818 meets the weird sonic side of the C64.
kunstscheisse.net/ldx40
soundcloud.com/ldx40
vimeo.com/ldx40

FR 11.05. – 21 Uhr Konzert – BSG9 Bert Stephan Group – modern Krautrock

Instant Composing unter Einflüssen von Nils Petter Molvaer, CAN, Miles Davis und Frank Zappa. Die Musiker der BSG 9 um Bert Stephan zelebrieren Improvisationen ohne feste Absprachen und Vorgaben. Traditionelle Instrumente wie Flügelhorn und Geige erklingen, elektronisch verfremdet, bzw. aufgewertet über ostinate Rhythmen, unterbrochen von freien, schwebenden Klängen. Am Ende ist das musikalische Ergebnis ist schwer zu beschreiben, bewegt sich jedenfalls irgendwo zwischen ambient und chill, leicht jazzig, eher rockig.

»Wir vier Musiker stellen uns auf die Bühne und spielen einfach los, ohne zu wissen, was da auf uns zu kommt. Das musikalische Ergebnis ist ambivalent und schwer zu beschreiben, bewegt sich jedenfalls weit weg gewohnter Hörgewohnheiten. Die BSG 9 bietet ein interessantes und spannungsgeladenes Hörerlebnis – vorausgesetzt, der Zuhörer ist bereit, sich in unsere Musik fallen zu lassen.«

FR 25.05. – 20 Uhr club Abend -“Rapide Augenbewegungen“ – Der geheime Filmclub

Der geheime Filmclub hat es sich mit seiner Reihe „Rapide Augenbewegungen“ zur Aufgabe gemacht, in den Weiten des Filmschaffens übersehene Perlen der Filmkunst auszugraben und diese einem interessierteren Publikum vorzustellen. Hierbei liegt das Augenmerk darauf die Lust am Unbekannten zu befriedigen. Ohne diese Neugierde wäre eine solche Reihe nicht denkbar. Sie treibt den geheimen Filmclub voran in den entlegensten Winkeln nach Filmen zu suchen welche andersartig, bizarr, surrealistisch, skandalträchtig, avantgardistisch, experimentell, künstlerisch sind und keinen Platz im Kino oder im TV fanden oder finden. Filme welche lustvoll seltsam und quer zu jeder Verschubladisierung stehen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Der geheime Filmclub nicht preisgibt welchen Film es jeden letzten Freitag im Monat zu sehen gibt. Für den potentiellen Zuschauer gilt es sich auf den Weg zu machen, um mit Gleichgesinnten die Erfahrung zu teilen etwas zu sehen zu bekommen was man nicht erwartet hätte, anders als würde man den Plot schon vorher kennen.

SA 26.05. – 20 Uhr Atrocity Exhibition In memoriam Ian Curtis. Joy Division Party live: VV & The Void

VV & The Void
Produzentin, Musikerin, Singer-Songwriterin und, visuelle Künstlerin Valentina Veil ist seit den 1990er Jahren in der Musikszene aktiv. Als VV & the Void hat Valentina Veil ihr erstes Full-Length-Album mit dem Titel „The Upper Room“ geschrieben und aufgenommen, gemastert wurde es von Lindsay Gravina (The Birthday Party, Rowland S. Howard, Swervedriver) in den Birdland Studios, in Melbourne, Australien. Der Sound von & the Void wird oft als ätherisch beschrieben, eine Mischung aus Gothic, Minimal-Drone, Chanson Noir und Dark Wave . Die Musik von VV & the Void die einzigartige Feier der irdischen und luziden Polarität von Gnade und Unverhältnismäßigkeit, von Weiblichkeit und Männlichkeit, ein Bewusstseinskrieg aus der Perspektive der Bewusstlosigkeit.

ATROCITY EXHIBITION
Ian Curtis, Sänger der legendären Post Punk Band Joy Division, starb am 18. Mai 1980. Der gerade einmal 23 Jährige nahm sich in seinem Haus in Macclesfield bei Manchester das Leben. Auch wenn Joy Division nur zwei reguläre Alben veröffentlichten, „Unknown Pleasures“ (1979) und „Closer“ (1980), zählen die Briten noch immer zu den einflussreichsten Bands der alternativen Musik, mit Fans in der Schwarzen Szene, im Indie Rock oder im Brit Pop. Die poetischen, nachdenklichen Texte von Ian Curtis und seine dunkle, kraftvolle Stimme nehmen den Hörer gefangen und lassen ihn meist nicht wieder los…

Seit 1995 begeht DJ disorder jedes Jahr den Todestag von Ian Curtis mit einer Party. Dazu lädt er sich immer Kollegen ein, die die Songs von Joy Division, Post Punk und die Independent Musik der frühen 1980er Jahre ebenso zu schätzen wissen wie er. Auch wenn der Anlass ein trauriger ist, eine Totenfeier ist nicht zu erwarten und auch keine nostalgische Zeitreise. Die Musik von Joy Division hat den Tod von Ian Curtis überdauert. Welcome to the Atroctiy Exhibition!