05.11.-25.11.2018 Cleveland I Exchange I Dresden – Thomas Hellinger

Sonderöffnungszeiten: Mittwoch 21.11.2018 / 10:00 – 16:00 Uhr, der Künstler ist anwesend

Eröffnung: Montag 05.11.2018 / 20:00 Uhr

Einführungsrede: Verena Schneider (Kuratorin)

Finissage: 25.11.2018 / 16:00 – 18:00 Uhr (die Ausstellung ist ab 12:00 Uhr geöffnet)

Im Sommer 2017 arbeitete der Künstler Thomas Hellinger (*1956) während eines fünfwöchigen Reisestipendiums in Cleveland Ohio in der Grafikwerkstatt Zygote Press. Unter dem Titel Cleveland Suite ist dort eine Serie von Algrafie-Drucken entstanden. Ausgangspunkt der Drucke waren Fotos gespiegelter Industriearchitektur und vorgefundener Schattenbilder, die Thomas Hellinger verfremdete und neu sichtete. Die Überlagerung mehrerer Motive auf einem Blatt, positiv oder negativ, gespiegelt oder gedreht, geschichtet oder gelöst, deuten die fotografischen Ausgangsbilder um und erzeugen in ihrer Verdichtung zugleich eine Auflösung der Motive. In Folge des USA-Aufenthalts entstanden in Dresden neue, darauf bezogene Arbeiten. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal Drucke und Gemälde gemeinsam und reflektiert in ihrem Dialog die verschiedenen Prozesse der Bildfindung. Die Überlagerung der schemenhaft fragmentierten Motive thematisiert einen flüchtigen Blick und die Wechselwirkung unterschiedlicher visueller Eindrücke. Die Arbeiten veranschaulichen letztlich eine Bildanalogie der persönlichen Erinnerung des Künstlers.

OPEN CALL / AUSSCHREIBUNG Einsendeschluss 10.11.2018

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache lädt alle Künstler*Innen ein, das was man gern vermeidet, umschifft und definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig in den Fokus zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und ob Schweden, Frauen, Ossis, Polen, Blondinen, Banker, oder Künstler, keiner und nichts wird hier ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens, welche das Unüberschaubare überschaubar macht und die Welt in simple Kategorien unterteilt – in Gut und Böse, schön und hässlich, anziehend und abstoßend. Jedoch: Ausnahmen bestätigen die Regel! Und an dieser Stelle ist die Kunst genau die Richtige und auch die, die gern am weitesten vorn an der Front von Neuinterpretation und Aufklärung kämpft. Doch zeitgenössische Kunst bietet sich hervorragend zur Thesenbildung an! Das abstrakt gemalte Mittelformat, so wahr und doch so ungern. Als Notwehr, greift man zu Kunst unüblichen Materialien und definiert die übermächtige Tradition und Geschichte durch visionäre Theorien neu und der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und außerdem ganz wichtig und soll deswegen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze zusammenführen, welche sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen.

Unter dem Titel Klischee / CLICHE werden in einer Gruppenausstellung vom 01.12.-17.12.2017 die durch die Jury ausgewählten Arbeiten in der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz präsentiert. Medium und Maße sind frei. Eine kurze Erklärung der Auswahl unter Berücksichtigung des Themas ist erwünscht. Bis 16. November 2018 werden wir die Auswahl der teilnehmenden Werke bekannt geben. Wir freuen uns auf ihre Einreichung!

Ihre Bewerbung mit einem Bild und Maßangaben der von Ihnen vorgeschlagenen Arbeit, sowie die kurze Beschreibung können bis 10. November 2018 per E-Mail an lucie.freynhagen@feuerwache-loschwitz.de, oder auf postalischen Weg: Alte Feuerwache Loschwitz, c/o Lucie Freynhagen, Fidelio-F.-Finke Str. 4, 01326 Dresden (Betreff: Bewerbung Jahresendausstellung), eingereicht werden.

08.10.2018 / 17 Uhr – Reisestipendien der Landeshauptstadt Dresden – Stipendiat*innen berichten

Ort: Grafikwerkstatt Dresden, Junghansstr. 3, 01277 Dresden

Infoabend zu Reisestipendien für Bildende Künstler*innen der Landeshauptstadt Dresden. Referenten: Ehemalige Stipendiat*innen, Mitarbeiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz und der Grafikwerkstatt Dresden.

Die Landeshauptstadt Dresden vergibt jährlich Reisestipendien nach Salzburg/Österreich, Columbus/Ohio/USA, Straßburg/Frankreich, Rotterdam/Niederlande, Hamburg, Thessaloniki/Griechenland, Tidaholm/Schweden und Uttersberg/Schweden. Seit Jahrzehnten besteht zwischen der Stadt Dresden und ihren Partnerstädten ein reger Künstleraustausch, was direkte Künstlerförderung darstellt. Dresdner StipendiatInnen finden nicht nur die Möglichkeit, andere Orte sondern auch neue künstlerische Techniken und andere KünstlerInnen kennenzulernen. Die Entfernung vom Alltag zu Hause bietet die Möglichkeit eines Monats ausschließlicher Konzentration für künstlerisches Arbeiten. Speziell in Columbus und Tidaholm, aber auch in Thessaloniki und Salzburg sind die Möglichkeiten gegeben, intensiv in einer druckgrafischen Werkstatt zu arbeiten.

Den Gästen aus den Partnerstädten ermöglicht die Grafikwerkstatt Dresden professionelles Arbeiten in originalgrafischen Drucktechniken, verbunden mit einer intensiven persönlicher Betreuung. Besonders in der derzeitigen politischen Situation in Europa stellt auch solche Art von direktem persönlichen Kontakt im Kleinen einen Beitrag zu gegenseitigem Verstehen dar. Künstlerbund Dresden e.V., Kulturamt Dresden, Grafikwerkstatt Dresden und Alte Feuerwache Loschwitz laden zu einem Abend ein, an dem über die Stipendien und den praktischen Ablauf der jeweiligen Aufenthalte informiert werden soll.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz sowie der Grafikwerkstatt Dresden, der Alten Feuerwache Loschwitz und Dem Künstlerbund Dresden e.V.