OPEN CALL / AUSSCHREIBUNG Einsendeschluss 10.11.2018

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache lädt alle Künstler*Innen ein, das was man gern vermeidet, umschifft und definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig in den Fokus zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und ob Schweden, Frauen, Ossis, Polen, Blondinen, Banker, oder Künstler, keiner und nichts wird hier ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens, welche das Unüberschaubare überschaubar macht und die Welt in simple Kategorien unterteilt – in Gut und Böse, schön und hässlich, anziehend und abstoßend. Jedoch: Ausnahmen bestätigen die Regel! Und an dieser Stelle ist die Kunst genau die Richtige und auch die, die gern am weitesten vorn an der Front von Neuinterpretation und Aufklärung kämpft. Doch zeitgenössische Kunst bietet sich hervorragend zur Thesenbildung an! Das abstrakt gemalte Mittelformat, so wahr und doch so ungern. Als Notwehr, greift man zu Kunst unüblichen Materialien und definiert die übermächtige Tradition und Geschichte durch visionäre Theorien neu und der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und außerdem ganz wichtig und soll deswegen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze zusammenführen, welche sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen.

Unter dem Titel Klischee / CLICHE werden in einer Gruppenausstellung vom 01.12.-17.12.2017 die durch die Jury ausgewählten Arbeiten in der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz präsentiert. Medium und Maße sind frei. Eine kurze Erklärung der Auswahl unter Berücksichtigung des Themas ist erwünscht. Bis 16. November 2018 werden wir die Auswahl der teilnehmenden Werke bekannt geben. Wir freuen uns auf ihre Einreichung!

Ihre Bewerbung mit einem Bild und Maßangaben der von Ihnen vorgeschlagenen Arbeit, sowie die kurze Beschreibung können bis 10. November 2018 per E-Mail an lucie.freynhagen@feuerwache-loschwitz.de, oder auf postalischen Weg: Alte Feuerwache Loschwitz, c/o Lucie Freynhagen, Fidelio-F.-Finke Str. 4, 01326 Dresden (Betreff: Bewerbung Jahresendausstellung), eingereicht werden.

08.10.2018 / 17 Uhr – Reisestipendien der Landeshauptstadt Dresden – Stipendiat*innen berichten

Ort: Grafikwerkstatt Dresden, Junghansstr. 3, 01277 Dresden

Infoabend zu Reisestipendien für Bildende Künstler*innen der Landeshauptstadt Dresden. Referenten: Ehemalige Stipendiat*innen, Mitarbeiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz und der Grafikwerkstatt Dresden.

Die Landeshauptstadt Dresden vergibt jährlich Reisestipendien nach Salzburg/Österreich, Columbus/Ohio/USA, Straßburg/Frankreich, Rotterdam/Niederlande, Hamburg, Thessaloniki/Griechenland, Tidaholm/Schweden und Uttersberg/Schweden. Seit Jahrzehnten besteht zwischen der Stadt Dresden und ihren Partnerstädten ein reger Künstleraustausch, was direkte Künstlerförderung darstellt. Dresdner StipendiatInnen finden nicht nur die Möglichkeit, andere Orte sondern auch neue künstlerische Techniken und andere KünstlerInnen kennenzulernen. Die Entfernung vom Alltag zu Hause bietet die Möglichkeit eines Monats ausschließlicher Konzentration für künstlerisches Arbeiten. Speziell in Columbus und Tidaholm, aber auch in Thessaloniki und Salzburg sind die Möglichkeiten gegeben, intensiv in einer druckgrafischen Werkstatt zu arbeiten.

Den Gästen aus den Partnerstädten ermöglicht die Grafikwerkstatt Dresden professionelles Arbeiten in originalgrafischen Drucktechniken, verbunden mit einer intensiven persönlicher Betreuung. Besonders in der derzeitigen politischen Situation in Europa stellt auch solche Art von direktem persönlichen Kontakt im Kleinen einen Beitrag zu gegenseitigem Verstehen dar. Künstlerbund Dresden e.V., Kulturamt Dresden, Grafikwerkstatt Dresden und Alte Feuerwache Loschwitz laden zu einem Abend ein, an dem über die Stipendien und den praktischen Ablauf der jeweiligen Aufenthalte informiert werden soll.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz sowie der Grafikwerkstatt Dresden, der Alten Feuerwache Loschwitz und Dem Künstlerbund Dresden e.V.

24.09.-11.10.2018 – DRESDEN RESIDENTS #2

Jan Zorman / Cleveland Gretchen Jacobs / Cleveland Lars Lundquist / Tidaholm Vicky Tsalamata / Thessaloniki Mélodie Meslet-Tourneux / Straßburg

Eröffnung: Montag 24.09.2018 / 20:00 Uhr Eröffnungsrede: Kristin Sturm (Stadträtin der SPD Fraktion, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Wirtschaft, Arbeit, Wissenschaft und Tourismus)

In einer gemeinsamen Ausstellung präsentieren die diesjährigen Herbstresidenten der Künstleraustauschprogramme der Landeshauptstadt Dresden aus Cleveland (Ohio), Tidaholm (Schweden), Thessaloniki (Griechenland) und Straßburg (Frankreich) ihre künstlerischen Arbeiten.

Vicky Tsalamata ist in Athen (Griechenland) geboren und arbeitet als Professorin für Druckgrafik an der Hochschule für Bildende Künste Athen. Zudem ist Sie Direktorin der  A.S.F.A. Druckgrafikstudio B‘ und war bis 2016 Leiterin des Druckgrafikbereiches an der Hochschule für Bildende Künste in Athen. Ihren Abschluss im Bereich Malerei-Druckgrafik absolvierte Sie 1973 an der Akademie der Schönen Künste in Bologna (Italien) und studierte zudem an der Slade School of Fine Arts, (U.C.L.) Universität London, wo Sie 1983 ihren Master of Fine Arts im Bereich Druckgrafik erlangte. Sie studierte außerdem an der London College of Printng die Kunst der Papierherstellung, sowie bis 2004 Neue Medien, Fortgeschrittene Druckgrafik und Digitaldruck auf dem Columbia College in Chicago U.S.A.. 2006 schloss Sie ihre studentische Laufbahn im Bereich Eco-Druckgrafik im Druckgraphikstudio in Edinburg in Schottland ab. Ihre künstlerische Praxis besteht aus erweitertem Druck, kollaborativer Kunstprojekte, sowie pädagogisch-kooperativer Arbeit mit Doktoranden, mit anschließenden kuratierten Bildungsausstellungen. In bereits 35 Einzelausstellungen präsentierte Sie ihre Werke, darunter in zahlreichen Museen, Gemeinden, Universitäten und Institutionen, in Griechenland und im Ausland.

Gretchen Durst Jacobs studierte bis 2007 Malerei an der Universität Cincinnati und absolvierte 2000 ihren Bachelor of Fine Art auf der Wright State University, sowie ihren Bachelor of Arts Abschluß auf der Capital University 1994. 2000 – 2003 nahm Sie an der New York Studio School, bei einem Zeichnen und Malen Marathon und  den Summer Session teil.

Jan Zorman studierte Malerei bis 1981 am Pacific Northwest College of Art und absolvierte 1967 zudem in der Ohio State University, ihren Bachelor in Anthropologie. Sie lebt und arbeitet in Cleveland (Ohio).

Mélodie Meslet-Tourneux studierte an der Haute école des Arts du Rhin und erhielt dort 2014 ihr Diplom für bildende Kunst und promovierte 2015 am Centre de Formation des Plasticiens Intervenants. Als Künstlerin residierte Sie bereits in Marokko und Burkina Faso, nahm an einem Keramiker Symposium in der Mongolei teil und studierte die japanische Keramik bei einer Reise nach Japan. 2015 war Sie verantwortlich für das Künstleratelier der EVASION und war von 2011-2012 als Mitarbeiterin im Bildungsdienst des Museums für Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst in Straßburg tätig.

Der 1949 geborene Künstler Lars Lundqvist lebt in Lund (Schweden) und arbeitet als Maler und Druckgrafiker. Seit 1988 ist er Lehrer an Helliden Grafikschule (Schweden) und seit 1996 Leiter der Lithographischen Akademie in Tidaholm, Schweden.