22.04.–12.05.2019 Thomas Kellner: genius loci – Zwei Siegener im Zarenland

Eröffnung: 22.04.2019 / 20 Uhr

Thomas Kellner zeigt in der Ausstellung genius loci – Zwei Siegener im Zarenland Skizzen, Entwürfe und Collagen, die im Zuge seines Projektes zwischen Siegen und Jekaterinburg entstanden sind – zwei wichtige Wirtschaftsräume in Deutschland und Russland mit gemeinsamer Geschichte der Industriekultur.

Von 2012 bis 2014 begab Kellner sich auf die Spuren des gebürtigen Siegeners Georg Wilhelm Henning, klärte historische Begebenheit und setzte sich künstlerisch-fotografisch mit den Gemeinsamkeiten – der Verarbeitung von Stahl und Metall – auseinander. Es entstand eine Serie über die Industriearchitektur im Siegerland und im Ural, die bisher wenig bekannte Verbindungen zeigt und Interessantes über die Herkunft Hennings und die eigene Arbeit als Künstler erzählt.

Thomas Kellner lebt seit 1989 in Siegen, wo er seit 1997 als freischaffender Künstler tätig ist. Er ist bekannt für seine Bilder von scheinbar tanzender Architektur weltweiter Sehenswürdigkeiten, die aufgrund seiner künstlerischen Methode der „Visuellen Analytischen Synthese“ ganz einzigartig sind. Dabei wird nicht nur ein Bild aufgenommen, sondern viele geplante, um sie dann in Form von Kontaktbögen zu einem zusammenzuführen – ein Prozess der Konstruktion, während das fertige Werk eher der Dekonstruktion gleicht.

 

11.02.-10.03.2019 PRE-EDUCATION – Anton Karyuk, Olena Siyatovska (Ukraine)

 

Eröffnung: 11.02.2019 / 20 Uhr

Innerhalb der multimedialen Ausstellung Pre-education konzentrieren sich die beiden ukrainischen Künstler Anton Karyuk und Olena Siyatovska auf die Themen der sozialen Veränderungen und Stereotypisierung durch Bildung. Ihre Raumgreifende Installationen ist dabei inspiriert von der post-sowjetischen non-formalen Bildung und ihrer Ergebnisse. Die künstlerischen Auseinandersetzungen innerhalb der Ausstellung sind verspielt, vielleicht sogar witzig, manchmal provozierend, oder einfach ironisch. Dennoch reflektierten ihre Werke die Probleme, mit denen wir alle als Individuen in dieser Generation und/oder der Gesellschaft insgesamt konfrontiert sind, indem wir Einwanderer sind, nicht heteronormativ, oder mental nicht dorthin gehören, wo andere uns hinbringen. Continue reading

01.12.-17.12.2018 Klischee / CLICHE

Anton Schön, Janina Stach, Tony Franz, Frank Zitzmann, Thomas Judisch, Johannes Makolies, Svenja Wichmann, Lisa Maria Baier, David Scheffler, Grit Aulitzky, Karin Dorschner, Lucie Freynhagen, Karen Kling, Jan Kromke, Axel Gouala, Thilo Droste, Manuel Frolik, Ingo Güttler, Ursula Buchart, Eric Beier, Carolin Weinert, Otto Snoek, Annette Nickel, Vladimír Turner, Heinz Schmöller

Eröffnung: Samstag 1.12.2018 / 20:00 Uhr

Laudatio: Detlef Schweiger

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz freut sich 24 Künstler*Innen zu präsentieren, die das was man gern vermeidet, umschifft und dem man definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig unter die Lupe zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und keiner und nichts wird ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens. Aber weil Ausnahmen gerade die Regel bestätigen, ist an dieser Stelle die zeitgenössische Kunst genau die Richtige und eignet sich hervorragend zur Thesenbildung! Der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und aus unserer Sicht ganz wichtig und wir freuen uns Ihnen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze, die sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen, präsentieren zu dürfen.

05.11.-25.11.2018 Cleveland I Exchange I Dresden – Thomas Hellinger

Sonderöffnungszeiten: Mittwoch 21.11.2018 / 10:00 – 16:00 Uhr, der Künstler ist anwesend

Eröffnung: Montag 05.11.2018 / 20:00 Uhr

Einführungsrede: Verena Schneider (Kuratorin)

Finissage: 25.11.2018 / 16:00 – 18:00 Uhr (die Ausstellung ist ab 12:00 Uhr geöffnet)

Im Sommer 2017 arbeitete der Künstler Thomas Hellinger (*1956) während eines fünfwöchigen Reisestipendiums in Cleveland Ohio in der Grafikwerkstatt Zygote Press. Unter dem Titel Cleveland Suite ist dort eine Serie von Algrafie-Drucken entstanden. Ausgangspunkt der Drucke waren Fotos gespiegelter Industriearchitektur und vorgefundener Schattenbilder, die Thomas Hellinger verfremdete und neu sichtete. Die Überlagerung mehrerer Motive auf einem Blatt, positiv oder negativ, gespiegelt oder gedreht, geschichtet oder gelöst, deuten die fotografischen Ausgangsbilder um und erzeugen in ihrer Verdichtung zugleich eine Auflösung der Motive. In Folge des USA-Aufenthalts entstanden in Dresden neue, darauf bezogene Arbeiten. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal Drucke und Gemälde gemeinsam und reflektiert in ihrem Dialog die verschiedenen Prozesse der Bildfindung. Die Überlagerung der schemenhaft fragmentierten Motive thematisiert einen flüchtigen Blick und die Wechselwirkung unterschiedlicher visueller Eindrücke. Die Arbeiten veranschaulichen letztlich eine Bildanalogie der persönlichen Erinnerung des Künstlers.