FR. 19.01. – 20.00 Uhr – THE RUSSIAN DOCTORS Mit Liedern Pratajevs, Wodka Bulbash und den Gästen Walissa Rabota und Boris Kreml im Gepäck

Es muss nicht sein, dass das Leben schlecht ist, weil schlechtes Leben nicht gerecht ist! So singen sie auf ihrem Album „Manchmal wenn der Durst kommt“ – und der kommt bei den Russian Doctors mit schnellen Gitarrenschritten. THE RUSSIAN DOCTORS, das sind Doctor Pichelstein, der schnellste Akustikgitarrist der Welt und Doctor Makarios, der seine Stimmgewalt ansonsten bei der Gruppe DIE ART trainiert. Zu ganz besonderen Anlässen verstärken sich die Herren Doctoren mit Freunden und Freundinnen, welche aus dem Werk Pratajevs lesen und schaurig schöne Geschichten um den großen russischen Dichter zum Besten geben. So und nicht anders wird es am 19.01.2018 in der Alten Feuerwache von Dresden Loschwitz sein, wenn Walissa Rabota und Boris Kreml alias Solvig Frey und Hans-Jürgen Scholz vom Leder ziehen. Kein Auge wird trocken bleiben, keine Kehle durstig und kein Glas leer.

PRATAJEV, der bekannteste der unbekannten Landlyriker, lebte von 1902 bis 1961 und ist noch immer für gut 90 % der Russian-Doctors-Texte verantwortlich. Pratajev feierte in seinen Gedichten das pralle Leben, ließ sich manches Schwein schmecken, tanzte mit drallen Schwesternschülerinnen und band sich Schlipse aus Lurch um den Hals. Er rauchte, er trank und ging auf die Jagd. Dies alles und noch viel mehr steckt in den Liedern der Russian Doctors. Seltsame Krankheiten, gefesselte Frauen und dicke Bäuche sind ebenso Thema wie rasierte Katzen und gebratene Ratten. Und natürlich der Schnaps! Wodka muss es sein: die von ihrem rührigen Tourmanager direkt aus Weißrussland importierte Marke BULBASH. Und wer nach einem Doctors-Abend denkt, das kann doch alles nicht wahr sein, dem sei mit einem Lehrspruch aus der Medizin geholfen: Wahr ist, was der Doctor spricht, alles andre glaube nicht!

05.02.2018 – 25.02.2018 IRR. RATIONAL. – Steffen Otto

Eröffnung: 05.02.2018 / 20:00 Uhr
Am 08., 11. und 15. 02. ist der Künstler anwesend.

Vor 2500 Jahren war alles noch in Ordnung. Pythagoras konnte die Welt und was sie im Inneren zusammenhält mit den Zahlen 1 bis 10 erklären. Dann stellte jemand die garstige Frage: „Wie lang ist die Diagonale in einem Quadrat mit der Kantenlänge 1?“ So betrat Wurzel 2 die Bühne der Mathematik und mit ihr Irrationalität, Unordnung und Chaos. Doch der Schein trügt. Auch was liederlich erscheint, birgt Struktur. Diese aufzuspüren, widmet sich der Geometer Steffen Otto in seiner Arbeit. Ein Teil der Ausstellung, die am 5. Februar, 20 Uhr in der Alten Feuerwache Loschwitz eröffnet wird, versucht, geometrische Harmonien aufzuzeigen, die der Kreiszahl Pi, der Schwester von Wurzel 2, innewohnen. Auf anderen Bildern gilt es, zwischen Sein und Schein zu unterscheiden. In Zeiten, in denen Ismen als Wahrheit verkauft werden, macht der Künstler mittels abstrakter Vereinfachungen darauf aufmerksam, daß die Dinge selbst und wie sie wahrgenommen werden, nicht immer in Deckung zu bringen sind.

Exercises with Stones 08.01.2018 – 28.01.2018

Internationales Posterprojekt + Bettina Meyer (Objekte)

Eröffnung: 08.01.2018 / 20:00 Uhr

The Stone Temple Idiots  – Klangperformance

Die Ausstellung “Exercises with Stones” präsentiert 57 Poster von Künstlern aus 20 verschiedenen Ländern, sowie eine Auswahl von Objekten der Düsseldorfer Künstlerin Bettina Meyer, welche sich künstlerisch mit dem Ausstellungstitel befassen.

Unter jeweils anderer Themenstellung wird das internationale Posterprojekt alle 2 Jahre realisiert und wurde bereits 2016 unter der Überschrift “Plastic all over the World” in Kooperation mit Kultur Aktiv e.V., Artspace Flipside (Eindhoven) und der Alten Feuerwache Loschwitz, in Deutschland, der Ukraine, Japan und in den Niederlanden ausgestellt.

Am diesjährigen Projekt sind auch 6 iranische Künstlerinnen beteiligt und Beiträge folgender Künstler zu sehen: Ira Tannhäuser und Robert Zeissig (DE), Matthias Jackisch (DE), Andrea Pierus (AT), Masahiro Kawanaka (JP), Aya Shimamoto (JP), Zahra Ahmadi (IR), Jan Zychlinski (CH), Somayeh Bagheri (IR), Satomi Watanabe (JP), Ensieh Rezghdoust (IR), Werner Klompen (NL), Yasen Kazandjiev (BG/ES), Denizhan Özer (TR), Markus Thieme (DE), Baran Tavajohi (IR), Mahya Kahrobaei (IR), Holger Wendland (DE), Tilo Schwalbe & Andre Jordan (DE), Stefan Voigt (DE), Stef Fridael (NL), Simon Wolf (DE), Sylke Seifert (DE), Renee Renard (RO), Rodica Strugaru (RO), Roya Tamadon Yazdian (IR), Rumyana Teneva (BG/ES), Jörg Seifert (DE), Peter Zimolong (DE), Pavel Matousek (CZ), Oleg Kostyuk (RU), Odorico (JP), Michael Merkel (DE), Johanna Kattermann (DE), Kivanc Sen (TR), Lihie Talmor Adamit (IL), Alexander Limarev (RU), Hans Mann (DE), Jens Rausch (DE), Janak Kouzel (BLR), Jan Oelker (DE), Horst Tress (DE), Emma Zunz (LI), Sinaida Hippius (LB), J.M. Fernandez Cuichan (EC), Dima Petryna (UA), Emilie Goffin (BE), Eva Pacalova & Josef Malek (CZ), Josef Malek (CZ), Bernhard Hinz (SI), Barbara Fuchs (AT), Alzbeta Kocvarova (CZ), Aleksey Manukyan (AM), Balog (DE)

Bettina Meyer

Der ausschlaggebende Gedanke der Bettina Meyer bei ihrer künstlerischen Arbeit begleitet, lautet: „Die Ideenwelt schließt die Materialwelt auf.“(B.M) Fragen an die Arbeiten von Bettina Meyer könnten Relationen von Form und Material , Materialwirkung und Farbigkeiten, Innen und Außen -Relationen, ihre plastizierende und kombinatorische Arbeitsweise und das Zusammentreffen von Botschaften betreffen.“ ( aus : Aus der Fremde. Zu neuen Arbeiten von Bettina Meyer, in Kat. Transformationen, 2015, Marietta Franke)

Die Präsentation der Künstlerin Bettina Meyer ist in Zusammenarbeit mit dId contemporary art gallery Düsseldorf, Inh. Hans Henning Hahn. Abb: Bettina Meyer / phosphorfarbendes Objekt, 2014, farbiger Gips, Stuhl, h 128cm

GEÖFFNET ZUM DCA GALERIERUNDGANG 20.01.2018 / 14:00-18:00 Uhr

02.04.2018 – 22.04.2018 mitgebrachte AUGENBLICKE einer WIRKLICHKEIT

Johannes Praus / Photographien

Eröffnung & Buchpräsentation: Montag 02.04.2018 / 20:00 Uhr

Eröffnungsrede: Detlef Schweiger

Eine Tabakfabrikchefin mit Huhn, ein Eis-essender Schornsteinfeger, Kinder mit selbstgebauten Skateboards ein schüchtern blickender Soldat, eine Umarmung, die so vertraut wie fremd zugleich scheint. In seinen analogen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt uns der Photograph Johannes Praus Momente aus dem Leben von Menschen, die es in unserer heutigen Welt nicht mehr zu geben scheint. Oder haben wir sie nur nicht wahrgenommen, nicht richtig hingeschaut? Wir begegnen diesen Menschen und ihren Geschichten durch die Augen des Photographen, wir sehen Individuen und denken über ihr soziales Umfeld nach. Die Sammlung „mitgebrachte AUGENBLICKE einer WIRKLICHKEIT“ bündelt zehn Jahre von Praus‘ photographischer Arbeit. Praus steht mit seinen Bildern in der Tradition der sozialdokumentarischen Photographie, ist dabei aber weder anklagend noch stellt er Situationen einfach nüchtern dar. Seine Bilder sind geprägt von seiner subjektiven Wahrnehmung der Welt – gesellschaftspolitische Themen sind darin immanent, drängen sich aber nicht auf. Der Blick des Photographen richtet sich dabei immer respektvoll, ja liebevoll, auf die Menschen, die er porträtiert. Ihre teilweise direkt in die Kamera gerichteten Blicke fordern uns Betrachtende und lassen uns nicht los. Es sind Bilder, die sich einem flüchtigen ersten Blick entziehen. Sie fordern unsere Auseinandersetzung mit ihnen und sind doch so bescheiden und leicht wie ein vorüberziehender Augenblick.

Johannes Praus: „In unserer heutigen Welt, in der es allen um sich selbst geht, in der das individuelle Vorankommen vor dem gesellschaftlichen Zusammenhalt steht, möchte ich die Blumen der Stadt zum Blühen bringen – die Menschen. Es ist mir unbegreiflich, worum es im menschlichen Dasein gehen kann, wenn nicht um Zwischenmenschliches.